Basaliom/Basalzellkarzinom

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Basaliom/Basalzellkarzinom - Symptome und Behandlung

Basaliom an der Nase
© Dr. med. Robert Kasten
An der Nase treten Basaliome sehr häufig auf

Basaliom (Basalzellkarzinom) Informationen über die Behandlung vom Facharzt in Mainz

Autor: Dr. med. Robert Kasten

Basalzellkarzinome stellen die häufigste Hautkrebserkrankung in unseren Breiten dar. Meist sind Menschen mit einer hellen Hautfarbe betroffen. In Deutschland erkranken etwa 170.000 Menschen jedes Jahr an einem Basaliom.

Basaliome zeigen sich am häufigsten an Körperstellen, die der Sonne ausgesetzt waren. Hierzu zählen das Gesicht, der Hals, der Rücken, die Schultern oder die Handrücken.

Die meisten Basaliome treten am Kopf und am Hals auf. Im Gesicht ist die Nase am häufigsten betroffen.

Basalzellkarzinome wachsen langsam und unauffällig. Sie werden deshalb nicht selten übersehen und werden erst erkannt, wenn die Basaliome bluten und Krusten bilden. Sie zeigen sich dann wie ein Pickel, der nicht abheilt.

In den letzten 30 Jahren hat sich das Auftreten von Basaliome verdoppelt bis verdreifacht.

Basaliome siedeln sich fast nie in andere Körperteile ab (Metastasierung). Sie gelangen also nicht in die Lymphe oder in das Blut.

Wenn eine Absiedelung beschrieben wurde, war fast immer eine Bestrahlung mit Röntgenstrahlen vorausgegangen. Dann können sich in einem Basaliom Zellen eines Plattenepithelkarzinoms entwickeln. Diese Form eines hellen Hautkrebs kann sich bei längerem Bestehen in andere Regionen, vor allem in die Lymphbahnen absiedeln.

Wie sieht ein Basaliom aus?

Basaliom an der Stirn mit Teleangiektasien
© Dr. med Robert Kasten
Bei diesem Basaliom an der Stirn kann man die baumartig verzweigten Äderchen erkennen (Dermatoskopische Aufnahme)

Folgende Krankheitszeichen können auftreten:

  • Eine rötliche, knotige, perlartige Hautveränderung mit erweiterten Gefäßen, sogenannte Teleangiektasien und gelegentlich einer zentralen Kruste.
  • Eine derbe, narbenartige Verhärtung mit einer krustigen Auflagerung
  • Ein Knötchen, das nicht von selbst abheilt
  • Eine rötliche, gelegentlich schmerzhafte Fläche, die manchmal leicht blutet

Formen des Basalioms

BCC Flanke rechts
© Dr. med. Robert Kasten
Am Stamm befindet sich dieses oberflächliche, teils pigmentierte Basalzellkarzinom (Basaliom)

Klinisch und feingeweblich unterscheidet man folgende Formen von Basaliomen:

  • solides knotiges Basaliom, das sich häufig im Gesicht an der Nase, an den Augeninnenwinkeln und um den Mund herum zeigt. Typisch ist ein glasiges Knötchen mit erweiterten Äderchen (Teleangiektasien)
  • oberflächlich-multizentrisches Basaliom, wird auch Rumpfhautbasaliom genannt weil es häufig am Stamm auftritt, es kann sich wie ein nicht abheildendes Ekzem darstellen, also wie eine rötliche, schuppende Stelle. Mehr Informationen zum oberflächlichen Basaliom finden Sie hier.

  • pigmentiertes Basaliom. Basaliome bilden nicht selten Melanin und können sich schwärzlich darstellen. Mit dem Dermatoskop kann der Dermatologe es meist gegenüber dem gefährlicheren Melanom abgrenzen.
  • sklerodermiformes Basaliom, das narbenartig wächst und nur schlecht von der gesunden Umgebung abzugrenzen ist. Die Operation erfolgt meist mehrzeitig, um eine sichere Entfernung zu erreichen.
  • geschwürig (ulzerierend) wachsendes Basaliom, Synomym:Ulcus rodens (lat. rodere = nagen), zentral besteht ein Wunde und zum Rand eine perlschnurartige knotige Zone

  • destruierend wachsendes Basaliom, Synomym: Ulcus terebrans genannt (lat. terebrare = bohren). Diese Basaliomform wächst in die Tiefe und zerstört Knorpel und Knochen, aber auch Blutgefäße, Nerven und Tränenkanäle. Diese Basaliome treten oft an den embryonalen Fusionslinien auf, an denen die Körpersegmente zusammengewachsen sind. Diese Linien befinden sich zum Beispiel am Augeninnenwinkel und nasolabial.

Behandlung des Basalioms

Basaliom an der Schulter
© Dr. Robert Kasten
Dermatoskopie eines Basalioms an der Schulter, oberflächlich (superfizieller) Typ, Rumpfhautbasaliom

Zur Behandlung eines Basalzellkarzinoms kann die chirurgische Entfernung eingesetzt werden. Eine 
zusätzliche Sicherheit bringt die mikroskopische Untersuchung der Absetzungsränder (mikrographisch kontrollierte Chirurgie).
Weitere Behandlungsmöglichkeiten umfassen die
 photodynamische Therapie (PDT), die 
Auskratzung in Kombination mit einer chemokaustischen Behandlung, die Vereisungsbehandlung (Kryochirurgie) oder die Behandlung mit einem Immuntherapeutikum.

Seltener wird eine örtliche Chemotherapie oder einer Bestrahlung eingesetzt. Meist gelingt eine vollständige Heilung, gelegentlich kann ein Basalzellkarzinom erneut auftreten (rezidivieren).

In unserer Praxis in Mainz erfolgt die Behandlung von Basaliomen durch Fachärzte für Dermatologie. Wir haben eine spezielle Expertise für die Behandlung von Basaliomen, die operativ oder auch ohne Operation erfolgen kann. Die plastische Deckung nach einer Entfernung mit Lappenplastiken oder Transplantaten erfolgt ebenfalls in unserer Praxis.

Basaliom an der Nase
© Dr. med. Robert Kasten 
Bei diesem Basaliom an der Nase wurde der Sicherheitsabstand markiert, mit dem das Basaliom entfernt wird,

Was erhöht mein Risiko für ein Basaliom?

Folgende Faktoren fördern die Entstehung eines Basalioms:

  • Heller Hauttyp
  • Sonnenbrände
  • Früheres Basaliom in der eigenen Vorgeschichte
  • Therapeutische ionisierende Strahlung (z. B. Röntgenstrahlung)
  • Genetische Neigung
  • Arsenexposition
  • Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression), zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen oder nach einer Organtransplantation