
| Fakten | |
|---|---|
| Wer ist betroffen | Erwachsene
Zunahme ab dem 55. Lebensjahr, sehr selten bei Kindern |
| Krankheitszeichen | Ein Hautmal das neu entsteht und sich verändert.
Ein länger bestehendes Mal, das sich in Bezug auf Größe, Form, Farbe und Begrenzung ändert |
| Ursachen | Vererbung, Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend, dysplastische Nävi, heller Hauttyp, Immunsuppression |
| Behandlung | Operative Entfernung, evtl. photodynamische Therapie |
Klinische Untersuchung der Hautveränderung, Besprechung des Befundes und Auswahl des optimalen Verfahrens je nach Tumorart, Größe und Lage.
Ambulanter Eingriff in Lokalanästhesie mit histologischer Schnittrandkontrolle. Anschließender Wundverschluss per Lappenplastik oder Hauttransplantat.
Regelmäßige Kontrolltermine und dauerhafte Vorsorge-Untersuchungen.
Die Zeichen von Hautkrebs können sehr unterschiedlich sein. Prinzipiell sollte jedes Haut mal, dass sich verändert oder neue auftritt von einem Facharzt für Dermatologie untersucht werden. Auch wenn ein Haut mal juckt, blutet oder eine Kruste bildet, die sich über zwei Wochen nicht löst, sollten Sie einen Facharzt für Hautkrankheiten konsultieren.
Man teilt Hautkrebs vereinfachend in zwei Kategorien ein. Zum einen in den schwarzen Hautkrebs (Melanom), zum anderen in den hellen Hautkrebs. Der helle oder weiße Hautkrebs wird so genannt, um ihn vom schwarzen Hautkrebs abzugrenzen. Er sieht jedoch nicht besonders hell aus, sondern eher rötlich, krustig oder knotig.
Bei der Entstehung von Hautkrebs spielt die erbliche Veranlagung eine große Rolle. Das bedeutet, dass man selbst ein erhöhtes Risiko hat an Hautkrebs zu erkranken, wenn bereits jemand in der Familie Hautkrebs entwickelt hatte. Eine weitere wichtige Rolle bei der Entstehung von Hautkrebs spielt das UV Licht aus der Sonne oder aus dem Solarium.
Bestimmte Arzneimittel, wie Immunsuppressiva aber auch das Entwässerungsmedikament Hydrochlorothiazid wirken zusätzlich Hautkrebsfördernd. Wenn Sie diese Medikamente einnehmen oder Risikofaktoren für Hautkrebs aufweisen, sollten Sie sich regelmäßig beim Facharzt für Dermatologie untersuchen lassen.
Risikofaktoren für Hautkrebs:
Durch eine Untersuchung mit dem Dermatoskop und mit der Computer-Dermatoskopie kann der Hautarzt verdächtige Hautmale untersuchen. Gegebenenfalls kann eine Biopsie entnommen oder das Verdächtige Hautmal gleich vollständig entfernt werden.
Wenn ein Hautmal neu auftritt oder ein Hautmal sich verändert, sollten Sie sich kurzfristig beim Hautarzt vorstellen. Es ist immer besser, frühzeitig einen Verdacht abzuklären. Vor allem, weil Hautkrebs umso besser geheilt werden kann, je früher er erkannt wird.
Wenn Sie den Verdacht auf Hautkrebs haben, sollten Sie sich kurzfristig beim Facharzt für Dermatologie vorstellen. Keinesfalls sollten Sie Behandlungen selbst durchführen.
Zur Vorbeugung von Hautkrebs sollten Sie die UV-Exposition durch Sonnenlicht reduzieren auf den Solariumbesuch verzichten. Es ist wichtig, Sonnenbrände zu vermeiden, vor allem in der Kindheit und Jugend. Ein textiler Lichtschutz mit Kleidung und einer Kopfbedeckung sind ebenso wichtig wie Lichtschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor von 50.
Eine gesunde Ernährung mit zahlreichen Antioxidanzien wirkt positiv. Auf Rauchen sollten sie verzichten.
Meist stellt die operative Entfernung des Hautkrebs die beste Behandlung da. Dies gelingt oft schonend und mit einem guten kosmetischen Ergebnis. Alternativ kann in bestimmten Fällen zum Beispiel eine Laserbehandlung oder eine photodynamische Therapie eingesetzt werden.
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Wir unterscheiden den hellen Hautkrebs, zu dem Basaliom und Spinaliom zählen, vom schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Dazu kommen die aktinischen Keratosen als wichtige Vorstufe des hellen Hautkrebses. Jede Form hat ein eigenes Verlaufsmuster und braucht eine eigene Behandlungsstrategie.
Hilfreich ist die ABCDE-Regel: Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, mehrfarbiges Colorit, Durchmesser über fünf Millimeter und Erhabenheit oder Veränderung über die Zeit. Wenn ein Fleck juckt, blutet oder einfach anders aussieht als alle anderen, sollten Sie ihn rasch ärztlich abklären lassen.
Wir untersuchen Ihre gesamte Haut systematisch von Kopf bis Fuß. Auffällige Stellen werden zusätzlich mit dem Auflichtmikroskop, der Dermatoskopie, beurteilt. So lassen sich auch sehr frühe Veränderungen erkennen, die mit bloßem Auge kaum auffallen würden. Zudem werden Fotos von Hautmalen angefertigt, die wir kontrollieren möchten.
Bei kleinen Befunden genügt häufig eine Exzision mit direkter Naht. Bei größeren oder im Gesicht gelegenen Tumoren setze ich die mikrographisch kontrollierte Chirurgie ein, ähnlich der Mohs-Technik. So wird der Tumor lückenlos entfernt und gleichzeitig so wenig gesundes Gewebe wie möglich geopfert.
Beim Basaliom liegt sie nach kompletter Entfernung praktisch sehr hoch. Auch beim Spinaliom sind die Heilungschancen sehr gut, wenn früh behandelt wird. Beim Melanom hängt die Prognose stark von der Tumordicke ab, weshalb Früherkennung hier besonders wichtig ist.
Konsequenter UV-Schutz ist der wichtigste Faktor: Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor, schützende Kleidung und Vermeidung der Mittagssonne. Dazu kommt die regelmäßige Hautkrebsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr, bei familiärer Vorbelastung auch früher und engmaschiger.