
| Fakten | |
|---|---|
| Wer ist betroffen | Frauen erkranken häufiger als Männer
Altersgipfel bei ca. 55 Jahre, sehr selten bei Kindern |
| Krankheitszeichen | Ein Pigmentmal, das neu entsteht und sich verändert.
Ein länger bestehendes Mal, das sich in Bezug auf Größe, Form, Farbe und Begrenzung ändert |
| Ursachen | Vererbung, Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend, dysplastische Nävi, heller Hauttyp, Immunsuppression |
| Behandlung | Operative Entfernung, bei Streuung: Immuntherapie, Chemotherapie, Bestrahlung |
Terminvereinbarung
Untersuchung und Beratung
Entfernung
ggf. Nachbehandlung
Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen
Bei einem Melanom entstehen Krebszellen aus speziellen Hautzellen, den Pigmentzellen (Melanozyten). Diese Zellen sind für die Pigmentierung der Haut verantwortlich. Ein Melanom kann an jeder Hautstelle auftreten. Also auch an den Fußsohlen, an der Kopfhaut und zwischen den Zehen.
Zu den Risikofaktoren für ein Melanom zählen:
Zeichen eines Melanoms Können sein: ein Haut mal, dass neu entsteht und wächst, ein Pigmentmal, das einen unregelmäßigen Rand aufweist, sich farblich verändert oder das juckt oder blutet.
Um ein Melanom zu erkennen, kann man die ABCDE – Regel anwenden:
A: Asymmetrie, das Pigmentmal hat ungleiche Teile
B: Begrenzung, das Hautmal weist eine unregelmäßige Begrenzung auf
C: Color, das Pigmentmal hat mehr als zwei Farben
D: Durchmesser, das Pigmentmal wächst
E: Erhabenheit, das Pigmentmal wächst in die Höhe
Risikofaktoren stellen u.a. UV-Licht, auffällige Pigmentmale und die eigene Veranlagung dar. Eine wichtige Rolle bei der Melanomentstehung spielt eine kurzzeitige, intensive UV-Strahlung auf eine unvorbereitete Haut, wie z.B. bei Kurzurlauben in südlichen Ländern. Mit einer Vorbräunung im Solarium lässt das Risiko jedoch nicht reduzieren.
Weitere Risikofaktoren sind das Rauchen und eine Schwächung des Immunsystems, zum Beispiel durch Diabetes mellitus oder Medikamente.
Mithilfe der Dermatoskopie und der Computer-gestützten Videodermatoskopie (Fotofinder – Untersuchung) kann ein Melanom diagnostiziert werden. Im Verdachtsfall wird die Hautveränderung entfernt und zur histologischen Untersuchung eingeschickt. Bei Melanom – verdächtigen Veränderungen, die besonders gross sind oder sich an bestimmten Stellen, wie zum Beispiel im Gesicht oder an der Fußsohle befinden, kann zunächst eine Biopsie entnommen werden.
Wenn Sie bemerken, dass sich ein verdächtiges Mal auf ihrer Haut entwickelt, sollten Sie kurzfristig einen Termin beim Dermatologen vereinbaren.
Es gibt keine Hausmittel, mit denen Sie selbst ein Melanom heilen können. Sie müssen unbedingt kurzfristig eine dermatologische Beratung und Behandlung in Anspruch nehmen.
Auch wenn die Schädigungen, die zu einem Melanom führen, oft Jahrzehnte zurück liegen, sollten Sie vernünftig mit der Sonne umgehen und kein Solarium besuchen. Dadurch können Sie weitere Schädigungen der Hautzellen verringern.
Ein textiler Lichtschutz mit Kleidung und einer Kopfbedeckung sind ebenso wichtig wie Lichtschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor von 50.
Eine gesunde Ernährung mit zahlreichen Antioxidanzien wirkt positiv. Auf Rauchen sollten Sie verzichten.
Die Standardbehandlung bei einem Melanom stellt die komplette chirurgische Entfernung dar. Die Schnittränder werden anschliessend feingeweblich untersucht, um festzustellen, ob der Tumor komplett entfernt wurde.
Je nach Dicke des Melanoms erfolgt eine Nachschneidung, um den Sicherheitsabstand zu vergrößern.
Diese Behandlungen erfolgen in örtlicher Betäubung bei uns ambulant. Die weiteren Behandlungsmöglichkeiten hängen vom Stadium des Melanom ab.
In Ihrer Dr. Kasten Hautmedizin werden Melanome regelmäßig chirurgisch entfernt. Wir legen dabei besonderen Wert auf funktionserhaltende und ästhetische Operationsergebnisse.
Das maligne Melanom entsteht aus den pigmentbildenden Zellen der Haut. Es ist die aggressivste Form des Hautkrebses, weil es früh in tiefere Gewebsschichten einwachsen und über Lymph- und Blutbahn streuen kann. Früh erkannt ist es jedoch in der Regel heilbar.
Hinweise gibt die ABCDE-Regel: asymmetrische Form, unregelmäßige Begrenzung, mehrfarbiges Colorit, Durchmesser über fünf Millimeter und Erhabenheit oder Veränderung. Auch ein Muttermal, das sich anders verhält als alle übrigen, das sogenannte hässliche Entlein, sollte abgeklärt werden.
Zunächst beurteile ich es mit dem Auflichtmikroskop. Bleibt ein Verdacht, erfolgt die operative Entfernung im Ganzen mit anschließender feingeweblicher Untersuchung. Eine Probebiopsie ist beim Melanom zu vermeiden, da nur die komplette Beurteilung Klarheit über die Eindringtiefe gibt.
Nach Bestätigung der Diagnose erfolgt eine Nachresektion mit definiertem Sicherheitsabstand, je nach Eindringtiefe. Bei tieferen Melanomen wird zusätzlich der Wächterlymphknoten untersucht. Die weitere Therapie und Nachsorge planen wir gemeinsam mit dem onkologischen Netzwerk.
Bei sehr dünnen Melanomen mit einer Eindringtiefe unter einem Millimeter liegt die Zehnjahres-Überlebensrate bei über 95 Prozent. Mit zunehmender Tumordicke sinkt sie. Genau deshalb ist die Früherkennung so entscheidend, jeder Millimeter zählt.
Konsequenter UV-Schutz von Kindheit an, Vermeidung von Sonnenbränden und der Verzicht auf Solarien sind die wichtigsten Maßnahmen. Wer viele Muttermale, einen hellen Hauttyp oder familiäre Vorbelastung hat, sollte zusätzlich regelmäßig zur Hautkrebsvorsorge kommen.