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Dr. med. Kasten Hautmedizin GmbH
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Gefährliche Muttermale erkennen

Harmloses Muttermal oder schwarzer Hautkrebs
Dieses Muttermal stellte sich bei der feingweblichen (histologischen) Untersuchung als Melanom (schwarzer Hautkrebs) heraus

10.05.2020  |   Dr. med. Robert Kasten

Wann haben Sie Ihren letzten Hautvorsorgetermin bei Ihrem Dermatologen des Vertrauens wahrgenommen?

Möglicherweise ist das schon etwas länger her.

Wir möchten Ihnen mit der ABCDE-Regel ein Instrument an die Hand geben, mit dem Sie sofort selbst überprüfen können, ob Ihre Hautmale gefährlich sein können.

Hautmale, oder auch Muttermale, Leberflecken, Pfefferflecken stellen Begriffe dar, die für Pigmentmale verwendet werden. Die Pigmentmale können angeboren, also schon bei der Geburt vorhanden sein.

Viele Hautmale entwickeln sich erst später, zum Beispiel in der Pubertät.

Ist das jetzt ein Kriterium für Hautkrebs?

Nein, Hautmale, die sich erst im Laufe des Lebens entwickeln, stellen nicht gleich eine bösartige Hautveränderung dar. Sie sollten aber von einem Dermatologen mit dem Dermatoskop angeschaut und auch beobachtet werden.

 

Kann man sich denn mit seinen angeborenen, bei der Geburt bereits vorhandenen Hautmalen in Sicherheit wägen?

Nein, das kann man nicht. Dazu muss man schon etwas genauer hinschauen.

 

Wieso entstehen eigentlich Hautveränderungen im Laufe des Lebens?

Die Zellen der Haut, welche dieser ihre Farbe geben, sog. Pigmentzellen, können sich durch verschiedene Einflussfaktoren vermehren. So entsteht dann das sichtbare Hautmal.

In der Oberhaut liegen die für die Hautfarbe verantwortlichen Pigmentzellen. Verwandte der Pigmentzellen, der Melanozyten, sind die Nävuszellen. Diese Nävuszellen bilden die Pigmentmale. Jeder Mensch, ganz unabhängig von seiner Hautfarbe, kann also Hautmale schon angeboren haben oder im Laufe des Leben entwickeln.

Die Ursachen können genetisch veranlagt sein. Wenn also die eigenen Eltern viele Hautmale haben, werden sie diese Neigung möglicherweise an ihr eigenes Kind weitergeben.

Das UV-Licht, welches durch die Sonnenstrahlung, von der Haut aufgenommen wird, und auch der Besuch im Solarium fördern die Bildung von Hautmalen.

Wenn Pigmentmale entarten spricht man von einem Melanom, dem schwarzen Hautkrebs.

Diese Erkrankung ist potentiell lebensgefährlich. Deshalb sollten Sie verdächtige Pigmentmale Ihrem Dermatologen zeigen und regelmäßige Ganzkörperchecks beim Hautarzt durchführen lassen.

Für eine erste Einschätzung können Sie, Ihr Partner, Ihr Friseur oder Kosmetiker des Vertrauens sich der ABCDE-Regeln bedienen. Für eine diagnostische Sicherung suchen Sie bitte immer Ihren Dermatologen auf. Auffälligkeiten sollten Sie nicht beunruhigen, sondern zum Handeln veranlassen.

Die einzelnen Buchstaben stehen für:

Asymmetrie - Ist das Hautmal spiegelbar? Sofern das Hautmal nicht gut spiegelbar ist, sollten Sie Ihren Dermatologen konsultieren.

Begrenzung - Wie ist der Verlauf zum Rand? Bei einem dunklen und ausgefransten Rand sollten Sie Ihren Dermatologen zu Rate ziehen.

Colour - Wieviele Farben kann ich sehen? Bis zu 2 verschiedene Farben sind meist in Ordnung. Eine bläuliche oder rötliche Farbe wäre ein Kriterium, Ihren Dermatologen aufzusuchen.

Durchmesser - Hat sich mein Hautmal (schnell) vergrößert? Bei einer eher schnellen Ausdehnung, sollten Sie Ihren Dermatologen konsultieren.

Erhabenheit - Ist mein Hautmal flach gewesen und ist dann in die Höhe gewachsen? Dann sollten Sie Ihren Dermatologen aufsuchen.

In unserer Praxis bedienen wir uns vielen sehr sicheren, modernen und sanften Verfahren zur Entfernung. Die sicherste Methode ist eine komplette Entfernung unter lokaler Betäubung.

 

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie sich Sorgen um ein verdächtiges Hautmal machen.