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Schwarzer und weißer Hautkrebs: Die neue Volkskrankheit?

Skin Checker

07.01.2020  |   Dr. med. Robert Kasten

Hautkrebs nimmt beständig zu. Die Statistiken sprechen für sich. Doch woher kommen bösartige Hautveränderungen, also Karzinome, und wie beuge ich vor? 

Was genau ist Hautkrebs und wie entsteht er?

Hautkrebs ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche bösartige Hautveränderungen. Rund 300.000 Menschen erkranken alleine in Deutschland in jedem Jahr an Hautkrebs (malignen Hauterkrankungen). Besonders bekannt sind der weiße und der schwarze Hautkrebs. Am weitesten verbreitet ist die weiße Form. Ärzte bezeichnen diesen, je nach Art, als Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom. Doch auch der besonders gefährliche schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, ist nicht selten. 

Weitere Formen des Hautkrebses – wie Merkelzellkarzinom oder das Kaposi-Sarkom – sind eher die Ausnahme.

 

Der größte Auslöser von bösartigen Hautveränderungen, gerade von weißem und schwarzem Hautkrebs, ist tatsächlich die UV-Strahlung. Chemische Belastung, eine genetische Veranlagung und bei manchen Formen auch Virusinfektionen, spielen ebenfalls eine Rolle.

 

 

Sommer & Sonnenschein: Warum uns unsere Lebensweise krank macht

Das Ozonloch ist ein gewaltiger Defekt in der Schutzhülle unserer Atmosphäre. Der Mensch hat diese durch Treibgase, hauptsächlich solche mit mit Fluorkohlenwasserstoff, kurz FCKW, schwer beschädigt. Das Ozonloch ist wie eine Stelle ohne Sonnenschutz auf unserer Haut. Es ist ein riesiger Fleck, durch den die Strahlung gefährlich ungefiltert zur Erde durchdringt.

Auch wenn es nicht mehr sehr thematisiert wird, ist das Ozonloch noch immer vorhanden und mittlerweile ungefähr so groß wie der afrikanische Kontinent.

 

Eine weitere Gefahr neben der zunehmenden Strahlenbelastung durch die zu dünne und beschädigte Ozonschicht ist unsere Lebensweise. Zumindest in der westlichen Gesellschaft zeigt der Mensch gerne viel Haut und setzt den Körper so besonders viel Strahlung aus. Vermehrte Urlaube in sonnenintensiven Gegenden oder Solariumsbesuche strapazieren die Haut enorm. 

 

Alt und krank durch Sonne?

Ein Zuviel an UV-Strahlung schädigt unsere Haut. Die kollagenen Fasern leiden und die Haut sieht verfrüht knittrig und faltig aus. Mehr zum Thema „Sonne und Altern“ finden Sie auch in unseren Beitrag „VON KOPF BIS FUSS: SCHÖN DURCH DEN SOMMER“.

 

Doch nicht nur die Optik leidet unter zu viel Sonneneinstrahlung. Eine zu hohe UV-Belastung fördert die Entstehung von Hautveränderungen – bis hin zum Hautkrebs. Ein guter Sonnenschutz und eine der Strahlung angepasste Lebensweise helfen, das Risiko von Hautschädigungen zu minimieren.

Im Blogpost „WELCHE SONNENCREME UND WELCHEN UV-FILTER SOLL ICH VERWENDEN?“ halten wir gute Tipps zum Thema Sonnenschutz für Sie bereit!

Volkskrankheit weißer & schwarzer Hautkrebs

Wie gefährlich ist Hautkrebs? Das Tückische ist, dass der Hautkrebs nur im frühen Stadium auf die Haut begrenzt ist. Bei fortschreitender Entwicklung entstehen Metastasen. Die Krebszellen breiten sich im Körper aus und führen zu weiteren Beschwerden.

 

Weit verbreitet und schlecht erkennbar: Der weiße Hautkrebs

 

Der helle Hautkrebs teilt sich in zwei Hauptgruppen: Basalzellkrebs (Basalzellkarzinom, Basaliom) und Stachelzellkrebs (Stachelzellkarzinom, Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom). 

Weit verbreitet ist auch die aktinische Keratose. Sie ist eine Vorform des weißen Hautkrebses und bedarf der Behandlung, ehe sich daraus ein Karzinom entwickelt. Mehr dazu erfahren Sie bald im Folgebeitrag. Dieser klärt dann detailliert über den weißen Hautkrebs, seine Früherkennung und Behandlung, auf.

 

Heller Hautkrebs streut weniger in den restlichen Körper und verläuft selten tödlich. Doch er ist schwerer zu erkennen als sein gefürchteter Bruder, der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom.

 

Gefürchtet & gefährlich: Der schwarze Hautkrebs

 

Besonders gefährlich und gefürchtet ist der schwarze Hautkrebs. Er ist zwar weitaus seltener als die weiße Form. Doch er breitet sich schneller aus und verläuft bei den besonders aggressiven Arten, zu spät erkannt, häufig tödlich. Aufgrund seiner dunklen Farbe ist er auffälliger als weißer Hautkrebs. Eine Früherkennung ist bei der schwarzen Form extrem wichtig. Mit hoher Wahrscheinlichkeit streut dieses Karzinom in den Körper und breitet sich in anderen Organen aus. Das maligne Melanom endet relativ häufig innerhalb kurzer Zeit tödlich, wenn es bereits Metastasen gebildet hat. Rund 3000 Todesfälle gibt es pro Jahr in Deutschland. Bei einer Früherkennung liegt die Aussicht auf Heilung zwischen 86 und 100 Prozent.

 

Der Anstieg der Hautkrebsopfer

 

Die Hautkrebserkrankungen nehmen derzeit sehr zu, da die Generation der ungeschützten Sonnenanbeter nun Folgeerscheinungen zeigt.

Gerade in den 1970er und 1980er Jahren war ein stark gebräunter Teint groß in Mode. Mehr Menschen machten in südlichen Ländern Urlaub und schützen sich dabei wenig. So besaßen Sonnencremes oft einen Schutzfaktor von vier oder sogar weniger. Sonnenöle zum Beschleunigen der „Tiefenbräune“ statt Hautschutz waren beliebt. Schutzfaktoren in Sonnencremes von 20, 30 oder gar 50, wie sie heute verwendet werden, gab es meist gar nicht.

Völlig normal war neben dem exzessiven Sonnenbaden dazu auch noch der Besuch des Solariums.

 

Diese Generation der Sonnenanbeter ist heute nun 50 bis über 70 Jahre alt und sieht sich mit den Folgen dieser Lebensweise konfrontiert. Gerade Vorstufen von hellem Hautkrebs sind im Gesicht, an den Ohren und Händen und allen der Sonne besonders ausgesetzten Körperteilen bei dieser Altersgruppe nicht selten.

 

 

Vorbeugung und Früherkennung von Hautkrebs

Ein guter Sonnenschutz ist die beste Möglichkeit das Hautkrebsrisiko gering zu halten. Wählen Sie gerade im Sommer und auf Reisen in südliche Länder einen hohen Schutzfaktor und cremen Sie sich ausreichend ein. Ein Sonnenhut hilft, Hautkrebs auf der Kopfhaut, den Ohren, Nacken und der Nase zu minimieren. Gehen Sie nicht auf die Sonnenbank. Soloarien strapazieren die Haut unnötig und die zusätzliche Strahlung lässt sie zudem früher altern. Gerade wer in früheren Zeiten weniger vorsichtig war, achtet besser besonders auf guten Schutz und Vorbeugung. Vermeiden Sie Sonnenbrand, denn jeder schädigt die Haut nachhaltig.

 

Wie erkenne ich einen entstehenden Hautkrebs rechtzeitig? Zunächst hilft es, seinen eigenen Körper im Auge zu behalten. Achten Sie auf Hautveränderungen, blutende Male oder solche, die plötzlich ihre Form oder Farbe ändern. Besitzen Sie Leberflecken, die auffällig wachsen, ausfransen oder in der Mitte einsinken?

 

Früherkennung nutzen und rechtzeitig handeln

Ab einem Alter von 35 Jahren empfehlen die Krankenkassen die regelmäßige Hautkrebsvorsorge. Auch in jüngeren Jahren ist eine solche Untersuchung oftmals sinnvoll und manchmal lebensrettend. Besonders helle Hauttypen, wie Rotblonde, die zu Sonnenbrand neigen, tun gut daran, rechtzeitig mit professioneller Früherkennung beginnen. Auch Menschen, die beruflich bedingt viel Sonnenlicht ausgesetzt sind oder in deren Familie es bereits Fälle von Hautkrebs gab, gehen lieber früher als zu spät zur Vorsorge. Viele der modernen Untersuchungsmethoden mit Spezialgeräten werden von der Krankenkasse nicht getragen, lohnen sich aber. Eine Facharztpraxis – wie die von Dr. Kasten – ist mit modernsten Methoden vertraut und bestens ausgerüstet.

 

Bei auffälligen Hautveränderungen spricht der Arzt mit Ihnen die Möglichkeiten der Behandlung genau durch und berät Sie über verschiedene Methoden. Nicht nur bei der Früherkennung, auch bei der Behandlung von Hautkrebs und seinen Vorstufen, existieren mittlerweile viele innovative und hautschonende Methoden. Ob eine operative Entfernung, eine Kältebehandlung oder eine Bestrahlung der richtige Weg ist, erfahren Sie in einer gut ausgestatteten Facharztpraxis.

 

Grundsätzlich beugt jeder Mensch bösartigen Hautveränderungen am besten vor, in dem er ein zu hohes Maß an Sonneneinstrahlung vermeidet. Mehr zu verschiedenen bösartigen Hautveränderungen, wie dem weißen und schwarzen Hautkrebs und deren Vorstufen, erfahren Sie in den Folgebeiträgen unserer Reihe zum Thema.

 

Lassen Sie sich in einer guten Facharztpraxis wie der von Dr. Kasten untersuchen und beraten. Nehmen Sie die Chance wahr, Hautkrebs rechtzeitig zu erkennen und so bestmöglich behandeln zu lassen.