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Schwarzer Hautkrebs: Das gefährliche maligne Melanom

Melanom

28.02.2020  |   Dr. med. Robert Kasten

Zwar bisher noch weitaus seltener als der weiße Hautkrebs, ist das maligne Melanom dennoch nicht zu unterschätzen und zu Recht gefürchtet. Beim schwarzen Hautkrebs handelt es sich um die gefährlichste Form bösartiger Hautveränderungen. Dieses maligne Melanom metastasiert schnell und bildet Tochtergeschwülste im Körper. Über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn breiten sich die Krebszellen rasch im Körper aus.

Für Laien ist es schwer einzuschätzen, ob es sich um eine harmlose oder gefährliche Hautveränderung handelt. Auf die Früherkennung und Behandlung von Hautkrebs sind wir in unserer Praxis spezialisiert. 

Vereinbaren Sie hierzu einfach Ihren persönlichen Termin.

Wie häufig ist schwarzer Hautkrebs?

Der schwarze Hautkrebs kommt seltener vor als die weiße Form. Doch die Tendenz zeigt eindeutig eine Zunahme an Erkrankungen und vor allem in immer früherem Alter. War das maligne Melanom früher hauptsächlich in der Gruppe der über Sechzigjährigen zu verzeichnen, tritt es mittlerweile immer häufiger bei Vierzig- bis Fünfzigjährigen auf. Selbst bei Menschen um die zwanzig Jahre finden sich Fälle von schwarzem Hautkrebs, was vor einigen Jahrzehnten kaum vorkam. 

 

In Deutschland liegt die Wahrscheinlichkeit am schwarzen Hautkrebs zu erkranken derzeit bei etwa 1 : 500. Die Häufigkeit steigt jedoch an und die Patienten werden jünger. In Australien findet sich bereits ein Risikofaktor von 1 : 50. Daraus folgt, was die Hauptursache für diese gefährliche Krebsform ist: UV-Strahlung.

 

Die Hauptursache für schwarzen Hautkrebs

In Ländern wie Australien, in denen die Sonneneinstrahlung stark und das Ozonloch besonders präsent sind, findet sich eine auffällige Häufung an bösartigen Hautveränderungen. Im Durchschnitt erkranken zwei von drei Australiern im Laufe ihres Lebens an einer Form von Hautkrebs. Auch hier ist der helle Hautkrebs häufiger als die besonders gefährliche schwarze Form, aber die Zahl steigt fortwährend. Etwa 1500 Australier sterben jährlich an den Folgen einer bösartigen Hauterkrankung. Das Land weist die größte Belastung durch UV-Strahlung und die höchste Hautkrebsrate der Welt auf.

 

Risikogruppen für das maligne Melanom

„Heute rot, morgen tot“, heißt es nicht umsonst Down Under. Die weißen Australier, deren Vorfahren aus Europa, häufig Irland und England stammen, gehören zur besonders gefährdeten Risikogruppe. Oftmals sind sie sehr hellhäutig und so besitzt ihre Haut kaum eigenen Schutz vor UV-Strahlung. Besonders gefährdet sind zudem Personen mit vielen Muttermalen, da sich diese bösartig verändern können. Menschen mit einer dunklen Haut, wie die australischen Ureinwohner, die Aborigines, besitzen sehr viel mehr eigenen Hautschutz gegen die gefährliche UV-Belastung.

 

Besonders gefährdet sind folgende Gruppen:

 

  • Menschen, die dauerhafter oder immer wiederkehrender hoher UV-Belastung ausgesetzt sind oder waren, z. B. durch das Leben in einem besonders sonnenreichen Land oder häufigen Urlauben in Ländern mit hoher UV-Einstrahlung,
  • Leute, die bereits vielfach einen Sonnenbrand erlitten haben,
  • hellhäutige Personen, besonders Rothaarige mit hellen Augen und kaum eigener Schutzbarriere, die schnell einen Sonnenbrand bekommen,
  • alle, die sehr viele Pigmentmale besitzen, da diese sich bösartig verändern können,
  • Patienten, die regelmäßig Immunsystem hemmende Medikamente einnehmen
  • und Menschen, in deren Verwandtschaft es bereits gehäuft zu Fällen von schwarzem Hautkrebs gekommen ist.

 

 

Schwarzen Hautkrebs erkennen

Der erste Schritt ist es, wie beim hellen Hautkrebs auch, den eigenen Körper gut zu untersuchen und auf Veränderungen hin zu beobachten. Dies bedeutet, nicht nur oberflächlich einen Blick auf die Haut zu werfen, sondern wirklich jeden Zentimeter abzusuchen. Wer viele Pigmentmale, sogenannte „Leberflecke“, besitzt oder zu einer der oben genannten Risikogruppen gehört, soll dies besonders regelmäßig tun. 

 

Schauen Sie sich auch den Bereich zwischen den Zehen, Ihre Fußsohlen, Kopfhaut und Ohren, Rücken und Schambein genau an. Arbeiten Sie hierbei mit einem Spiegel oder bitten Sie z. B. Ihren Partner um Mithilfe. Heutzutage ist es leicht, Veränderungen mit dem Smartphone oder einer Digitalkamera selbst zu fotografieren und sich so einen Vergleich zu schaffen. Wächst ein Hautmal, verändert Umriss und Farbe, blutet oder juckt es, ist ein Termin in einer Facharztpraxis wie der von Dr. Kasten unbedingt angezeigt.

 

Die ABCDE Regel zur Früherkennung von Hautkrebs

A wie Asymmetrie: Leberflecken, die nicht gleichmäßig rund oder oval sind, sondern eine ungleichmäßige Form besitzen, muss der Betroffene besonders gut beobachten. 

B wie Begrenzung: Die Ränder eines Muttermals wirken ausgefranst und zackig oder haben keine deutliche Abgrenzung zum umliegenden Gewebe? Zeigen Sie das Pigmentmal einem Hautarzt, wie in der Praxis von Dr. Kasten.

C wie Colour (Farbe): Verändert sich die Farbe des Hautmals? Zeigt es keinen einheitlichen Ton, sondern eine Mischung aus hellen und dunklen Partien? Ist es mit rosafarbenen, grauen oder schwarzen Punkten durchsetzt? Dies kann ein Hinweis auf eine bösartige Veränderung sein.

D wie Durchmesser: Als Faustregel gilt: Alle Pigmentmale über zwei Millimeter gut beobachten und solche ab fünf Millimeter Durchmesser oder mit kugeligem Aussehen, schaut sich besser ein Arzt an.

E wie Evolution oder Entwicklung: Verändert sich ein Hautmal in einem Zeitraum von einigen Wochen erkennbar, wenden Sie sich an einen Dermatologen. Fängt der Leberfleck an zu jucken, verändert sein Aussehen, blutet und bildet Schorf? Dies alles sind Hinweise, die abgeklärt werden müssen.

 

Diagnose mit innovativen Methoden

Gerade beim schwarzen Hautkrebs ist eine frühe Diagnose oft lebensrettend, denn diese Form streut sehr schnell und häufig. Entdeckt der Arzt das maligne Melanom im Frühstadium, ehe sich die Krebszellen über die Lymphe oder Blutbahn ausbreiten, sind die Heilungschancen erheblich besser.

 

In ihrer Praxis bietet das Ehepaar Dr. Kasten mit fortschrittlicher Technik Patienten die bislang modernste Methode Melanome zu erkennen. Gerade für Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwarzen Hautkrebs, ist dies empfehlenswert.

 

Frühzeitige und zuverlässige Hautkrebserkennung dank künstlicher Intelligenz

 

Die Two-Step-Methode bietet eine innovative Form der Früherkennung. Mit dieser Kombination aus Ganzkörperfotografie, dem sogenannten Automatischen Total Body Mapping (ATBM) und digitaler Dermatoskopie, diagnostiziert der Arzt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bösartige Hautveränderungen besonders frühzeitig.

Schon lange arbeitet die Praxis Dr. Kasten mit dem Foto-Finder-System, das Hautveränderungen über einen langen Zeitraum abgleichen und interpretieren kann. Eine Weiterentwicklung bietet nun das Total Body Mapping, das  bisher nur von sehr wenigen ausgewählten Praxen angeboten wird.

 

Beim ATBM visualisieren der vollautomatische, integrierte Bodyscan und das dazu gehörige Computerprogramm Veränderungen der gesamten Haut und jedes einzelnen Muttermals. Die Auswertung erfolgt mittels künstlicher Intelligenz durch diese Software, den Moleanalyzer pro. Dieser bildet sozusagen eine zweite Meinung zur Diagnose des Hautarztes. Die Beurteilung durch einen sehr erfahrenen Dermatologen, wie in der Praxis von Dr. Kasten, in Kombination mit der Diagnose durch künstliche Intelligenz, schafft eine besonders hohe Treffsicherheit in der Früherkennung von bösartigen Hauttumoren. Die scharfen, hochauflösenden Bilder dokumentieren die kleinste Veränderung bereits ehe sie mit dem bloßen Auge sichtbar ist. So sind Sie gerade als Risikopatient auf der sicheren Seite.

 

Nahezu alle Hautärzte sind sich einig, dass die von der Krankenkasse getragene Untersuchung mit dem bloßen Auge nicht ausreicht, um Frühstadien bösartiger Hautveränderungen zu erkennen. Doch gerade beim schwarzen Hautkrebs ist die frühe Erkennung oft lebensrettend. Die Two-Step-Methode wird von den privaten Krankenkassen übernommen und gesetzlich Versicherte tragen die Kosten selbst. Diese hängen von verschiedenen Faktoren, wie Anzahl der bestehenden Muttermale, ab. Lassen Sie sich in der Praxis Dr. Kasten beraten, denn dort finden die Ärzte die für Sie optimale Diagnoseform.

 

Verdacht & Diagnose „schwarzer Hautkrebs“: Wie geht es weiter?

Bei einem Verdacht auf Hautkrebs wird umgehend eine Biopsie durchgeführt, denn bei einem möglichen malignen Melanom ist schnelles Handeln angezeigt. Daher schneidet der Arzt hier meistens in einer sogenannten „Exzisionsbiopsie“ das gesamte verdächtige Areal  aus und untersucht es. Seltener entfernt der Mediziner bei Verdacht auf schwarzen Hautkrebs nur einen Teil des auffälligen Pigmentmals. Diese Inzisionsbiopsie wendet der Arzt bei sehr großen betroffenen Stellen oder ungünstig liegenden Malen, z. B. im Gesicht oder an den Fußsohlen an. Ergibt der Befund ein Karzinom, erfolgt die Festlegung des Stadiums und der weiteren Behandlung.

 

Einordnung des Tumors: das Staging 

Bestätigt sich der Verdacht, erfolgen weitere Diagnoseschritte, um die richtige Behandlungsmethode zu finden. Bei der feingeweblichen (histologischen) Untersuchung beurteilt ein Pathologe die Gewebeprobe nach diversen Kriterien. Aus dieser Beurteilung legt er das Stadium des Melanoms fest. Zu diesem „Microstaging“ erfolgt zur Einschätzung noch eine Ganzkörperuntersuchung inklusive Lymphknoten.

Das Stadium des malignen Melanoms

 

Die Einordnung des Stadiums erfolgt nach verschiedenen Kriterien. Wie dick ist der Tumor und wie weit ausgedehnt in Breite und Tiefe? Sind bereits Lymphknoten befallen oder liegen gar schon Metastasen vor? Der Pathologe unterscheidet vier Stadien des malignen Melanoms:

  • Stadium I: Frühstadium des Melanoms mit geringer Dicke (≤ 2 mm). Es besteht kein Befall der Lymphknoten und es gibt keine Metastasen.
  • Stadium II: Mittlere Tumordicke: (> 2 mm) oder kleiner, dann mit zusätzlicher Geschwürbildung. Es besteht kein Befall der Lymphknoten und Metastasen sind nicht vorhanden.
  • Stadium III: Größere Tumordicke und Befall der Lymphknoten, aber es bestehen noch keine Fernmetastasen.
  • Stadium IV: Es befinden sich bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen des Körpers.

 

90 % der entdeckten malignen Melanome befinden sich noch im ersten Stadium und haben allein durch die komplette operative Entfernung sehr gute Heilungschancen.

 

Behandlungsmethoden und Heilung beim malignen Melanom

Je nach Stadium sind zur Behandlung verschiedene Schritte notwendig. Bei fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs ist eine vollständige Heilung nicht immer möglich. Hier kommen Maßnahmen zum Einsatz, die das Leben verlängern und die Lebensqualität verbessern.

 

Entfernung des Tumors durch Operation

Die erste Behandlungsmethode ist beim schwarzen Hautkrebs immer die komplette Entfernung des befallenen Gewebes, soweit dies möglich ist. Im ersten und zweiten Stadium der Erkrankung ist die Operation in der Regel ausreichend und der Hautkrebs damit vollständig entfernt. Eine regelmäßige Nachkontrolle ist selbstverständlich für jeden nötig, der bereits einmal an Hautkrebs erkrankt war.

Im zweiten und dritten Stadium hat der Krebs sich bereits im Körper ausgebreitet und entsprechend bedarf es weiterer Schritte. Bei der Operation entfernt der Arzt befallene und umliegende Lymphknoten wie auch Fernmetastasen, wenn möglich.

 

Adjuvante Therapien zur Hautkrebsbehandlung

Hat sich der schwarze Hautkrebs bereits im Körper ausgebreitet, hilft oftmals eine medikamentöse Therapie, um das Metastasierungsrisiko zu senken. Interferon-alpha regt das körpereigene Abwehrsystem an, eventuell verbliebene, nicht sichtbare Tumorzellen zu bekämpfen. Dies hilft ein längeres Überleben zu gewähren.

 

Behandlung von Metastasen

Metastasen, die nicht operativ entfernt werden können,  behandelt der Arzt, je nach Art, mit Strahlentherapie oder einer Immuntherapie. Chemotherapie ist bei Hautkrebs-Metastasen heutzutage meist nicht mehr die erste Wahl und kommt nur noch selten zum Einsatz. Die Immuntherapie hingegen ist oftmals sehr erfolgreich und führt mitunter sogar zum Verschwinden der Melanom-Metastasen.

 

Überlebensrate bei schwarzem Hautkrebs

Innerhalb von zehn Jahren nach der Diagnose "schwarzer Hautkrebs" sterben etwa 11 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen. Das Überleben hängt sehr stark davon ab, wie früh der schwarze Hautkrebs entdeckt wird. Insgesamt sind nur etwa ein Prozent aller durch Krebs bedingten Todesfälle durch Hautkrebs verursacht. Hierbei sind allerdings 80 bis 90 Prozent durch das maligne Melanom, also schwarzen Hautkrebs, bedingt.

Da beim schwarzen Hautkrebs die Früherkennung so entscheidend ist, empfehlen sich innovative Untersuchungsmethoden, wie die Praxis von Dr. Kasten sie anbietet. Mit der Two-Step-Methode können bösartige Veränderungen früher diagnostiziert werden. Gerade Risikogruppen profitieren davon, weil eine frühe Erkennung fast immer eine 100 prozentige Heilung garantiert.

 

Nachsorge beim schwarzen Hautkrebs

Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung ist nach einer Hautkrebserkrankung immer angezeigt. Der zeitliche Abstand ist individuell verschieden, je nach Stadium und Behandlungsmethode. Kann der Hautkrebs nicht mehr geheilt werden, sorgen weitere Therapien und Medikamente für eine Verbesserung der Lebensqualität.

 

Damit ein Hautkrebs vermieden oder in einem frühen Stadium erkannt wird, vereinbaren Sie einen Termin in der Praxis von Dr. Kasten. Eine ausführliche Beratung mit Einschätzung ihres Hauttyps und Risikos, sowie ein gründliches Hautscreening, helfen am besten einen schweren Verlauf zu vermeiden.