
| Große Poren verfeinern | |
|---|---|
| Betäubung | Betäubung der Haut mit Betäubungscreme oder Lokalanästhesie |
| Dauer | 20-30 Minuten |
| Sichtbare Effekte | nach 3 bis 6 Monaten |
| Kosten pro Sitzung | ab EUR 390 (LaseMD), bzw. ab 890 (Radiofrequenz-Mikroneedling Genius), Microbotox ab EUR 360, Polynukleotide ab EUR 390, Sculptra ab EUR 790 |
Vergrößerte Poren gehören zu den häufigsten Anliegen, mit denen Patientinnen und Patienten in meine Praxis kommen. Das Thema klingt auf den ersten Blick überschaubar. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass die Ursachen vielschichtig sind und eine wirklich wirksame Behandlung ein durchdachtes Konzept erfordert.
Poren sind die Öffnungen der Haarfollikel, durch die Talg an die Hautoberfläche gelangt. Wie groß sie wirken, hängt von mehreren Faktoren ab: Übermäßige Talgproduktion dehnt die Follikelöffnung auf. Nachlassende Hautelastizität lässt die Pore weniger straff erscheinen. UV-Strahlung schädigt über Jahre die Stützstrukturen der Haut. Und der natürliche Alterungsprozess verstärkt all diese Veränderungen. Hinzu kommt eine genetische Komponente: Wer zu fettiger Haut neigt, hat in der Regel von Natur aus sichtbarere Poren.
Die gute Nachricht ist: Es gibt heute mehrere gut untersuchte Behandlungsansätze, die nachweislich wirken.
Die Forschung zeigt klar, dass ein einzelnes Verfahren selten ausreicht. Am wirksamsten ist die Kombination aus Maßnahmen, die erstens die Talgproduktion regulieren, zweitens die Follikelöffnung direkt verkleinern und drittens die Hautelastizität verbessern. Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Hauttyp, Ihrem Alter und dem Schweregrad ab. Dazu berate ich Sie ausführlich im persönlichen Gespräch.
Das Radiofrequenz-Mikroneedling mit dem Genius-System ist eine der wirksamsten Methoden, wenn es um Porenverfeinerung und gleichzeitige Hautstraffung geht. Studien zeigen eine Reduktion des Porenvolumens um bis zu 38 Prozent, verbunden mit einer messbaren Abnahme der Talgproduktion und einem Aufbau von neuem Kollagen in der Tiefe. Die Behandlung eignet sich besonders gut, wenn gleichzeitig feine Fältchen, Aknenarben oder eine nachlassende Hauttextur behandelt werden sollen.
Botulinumtoxin in sehr feiner Dosierung, direkt in die Haut injiziert, hat sich als wirksame Methode zur Verkleinerung sichtbarer Poren erwiesen. Das Verfahren wird auch als Microbotox oder intradermale Mikroinjektion bezeichnet. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Wochen ein und hält rund vier Monate an. Microbotox reguliert die Talgdrüsen gezielt und eignet sich besonders für fettige, poröse Haut im Bereich von Nase, Wangen und Kinn. In Kombination mit Hyaluronfillern oder anderen Behandlungen lässt sich der Effekt weiter verbessern.
Der LaseMD ist ein nicht-ablativer Thulium-Fraktionallaser, den ich in meiner Praxis gezielt zur Verbesserung von Hautstruktur und Porenerscheinungsbild einsetze. Er erzeugt feine Mikrokanäle in der Haut, regt die Kollagenproduktion an und verbessert die Hautqualität in der Tiefe, ohne die Oberfläche dabei zu verletzen. Das Ergebnis ist eine sichtbar verfeinerte Pore, ein gleichmäßigeres Hautbild und eine verbesserte Textur. Der LaseMD eignet sich auch hervorragend als Vorbehandlung oder in Kombination mit Wirkstoffen, da er deren Eindringtiefe deutlich erhöht. Die Ausfallzeit ist gering.
Die Kombination aus Microneedling mit anschließender Einbringung von kollagenstimulierenden Wirkstoffen wie Sculptra (Poly-L-Milchsäure) oder Polynukleotiden zeigt in aktuellen Studien sehr gute Ergebnisse: deutlich kleinere Poren, verbesserte Hauttextur und ein Effekt, der sich über mehrere Monate hält. Diese Methode empfehle ich besonders dann, wenn gleichzeitig die allgemeine Hautqualität und Feuchtigkeit verbessert werden sollen.
Begleitend zu jeder professionellen Behandlung ist eine konsequente Hautpflege wichtig. Bewährt haben sich Retinoide (zum Beispiel Tretinoin), Niacinamid und AHA/BHA-Peelings mit Glykolsäure oder Salicylsäure. Sie regulieren die Talgproduktion, fördern die Zellerneuerung und erhalten das Ergebnis der professionellen Behandlung länger. Täglicher Sonnenschutz ist unverzichtbar: UV-Strahlung baut die Hautelastizität ab und vergrößert Poren langfristig.
Bei jüngeren Patientinnen und Patienten mit aktiver Talgproduktion und unreiner Haut stehen Maßnahmen zur Talgregulation im Vordergrund: topische Retinoide, gegebenenfalls systemische Therapie oder Microbotox. Bei reiferer Haut rückt zusätzlich die Hautverjüngung in den Fokus. Hier kombiniere ich häufig Radiofrequenz-Mikroneedling mit kollagenstimulierenden Injektionen (Sculptra) für ein dauerhaftes und natürliches Ergebnis.
Vergrößerte Poren lassen sich wirksam behandeln, aber nicht unsichtbar machen. Was möglich ist: eine deutliche Verfeinerung des Hautbildes, ein matteres Erscheinungsbild und eine insgesamt glattere Textur. Das ist für viele Patientinnen und Patienten bereits ein erheblicher Gewinn. Ich spreche in der Beratung offen an, welches Ergebnis für Ihre Haut realistisch zu erwarten ist, und welche Methode oder Kombination den besten Nutzen bei vertretbarem Aufwand bringt.
Man ist sich heute einig, dass mindestens 3 große Faktoren die Bildung von tiefen Hautporen begünstigen können:
Durch die Kenntnis der Ursachen für tiefe Hautporen lassen sich unterschiedliche Behandlungsziele ableiten, die ein feineres Hautbild schaffen können. Eine Behandlung zur Reduzierung von tiefen Hautporen sollte immer die Entfernung von Gesichtshaaren, die Verbesserung der Hautelastizität und die Verminderung der Talgproduktion beinhalten.
Um leichte Porigkeit zu behandeln oder vorzubeugen bietet sich unter anderem eine bewusste Ernährung an, die sich aus kohlehydratarmen Nahrungsbestandteilen, ungesättigten Fettsäuren und der Vermeidung von Milchprodukten zusammensetzt. Auch öl-freie, nicht komedogene und nicht okklusive Kosmetika und Lichtschutzprodukte können Ihre Grobporigkeit reduzieren. Waschgels oder Peelings mit Salicylsäure helfen vielen ein feineres Hautbild zu erreichen.
Oft sind medikamentöse Therapiestrategien mit Vitamin-A-Säure Präparaten wie Retinol der erste Versuch tiefe Poren im Gesicht zu reduzieren. Auch hormonelle Medikamente wie das Antiandrogen Cyproteronacetat (nur bei Frauen) können die Talgdrüsenproduktion effektiv vermindern.
Doch trotz einer Vielzahl frei erhältlicher Behandlungsmöglichkeiten können tiefe Poren oft nicht zufriedenstellend reduziert werden. Ihr Expertenteam der Dr. Kasten Hautmedizin kennt wirksame Verfahren, um Ihr Hautbild nachhaltig zu verfeinern. Vor allem das Radiofrequenz-Mikroneedling bietet sich hier besonders an, da sich die vergrößerten Talgdrüsen in der Tiefe der Haut befinden. Durch das Radiofrequenz-Mikroneedling können genau diese tiefen Hautschichten erreicht werden. Doch auch die Haarentfernung im Rahmen einer Lasertherapie oder der Einsatz eines fraktionierten CO2 Lasers können ein kleinporigeres Hautbild erschaffen. Hierbei sollte man eine Kombination der Therapiemöglichkeiten anstreben.
Aufgrund der Breite der Therapiemöglichkeiten bietet das Hautzentrum von Dr. Kasten Hautmedizin jedem Patienten ein ausführliches Beratungsgespräch an. Nur durch eine genaue Untersuchung der Haut mithilfe moderner Dermatoskope kann die richtige Therapie für Sie ausgewählt werden.
Vereinbaren Sie einfach hier bei Ihrem Hautarzt in Mainz Ihren Beratungs -und Behandlungstermin.
Ganz viele Menschen haben durch diese Behandlung eine Verbesserung ihrer Lebensqualität erlebt.