
| Das Wichtigste für Sie im Überblick | |
|---|---|
| Wer ist betroffen | Jugendliche, Erwachsene. |
| Krankheitszeichen | Schweißflecken an der Kleidung, unangenehmer Geruch |
| Ursachen | Veranlagung, Stress, Angst vor Sichtbarkeit des Schwitzens führt zu stärkerem Schwitzen |
| Behandlung | Botox |
| Erfolg der Behandlung | Botox, meist 90% Schweißreduktion |
| Wert der Behandlung | Botox: ab 650€ für 100 Einheiten Originalmedikament |
Hyperhidrose bezeichnet ein krankhaft gesteigertes Schwitzen, das deutlich über das physiologisch notwendige Maß hinausgeht. Drei von hundert Menschen sind betroffen, oft ohne erkennbaren äußeren Auslöser. Man unterscheidet die primäre Hyperhidrose, die genetisch bedingt meist in der Jugend beginnt, von der sekundären Hyperhidrose, die als Folge anderer Erkrankungen oder hormoneller Veränderungen auftritt.
Typische Lokalisationen sind die Achseln (axilläre Hyperhidrose), die Handflächen (palmare Hyperhidrose), die Fußsohlen (plantare Hyperhidrose), die Stirn (faziale Hyperhidrose) und der Intimbereich. Die Lebensqualität der Betroffenen ist häufig erheblich eingeschränkt, sowohl im Beruf als auch im sozialen Leben.
Botulinum-Toxin Typ A blockiert gezielt die Signalübertragung zwischen Nervenende und Schweißdrüse. Die Schweißproduktion in der behandelten Region wird dadurch um etwa 80 bis 95 Prozent reduziert. Der Effekt setzt nach wenigen Tagen ein und hält in der Regel drei bis acht Monate an. Danach kann die Behandlung problemlos wiederholt werden.
In unserer Privatpraxis in Mainz behandeln wir Hyperhidrose mit Botulinum-Toxin in mehreren Körperregionen. Welche Region und welche Dosierung in Ihrem Fall geeignet sind, klären wir individuell in der Beratung.
Zulassungsstatus: Botulinum-Toxin ist formal nur für die axilläre Hyperhidrose (Achseln) zugelassen. Die Behandlung an Händen, Füßen, Stirn und im Intimbereich erfolgt als Off-Label-Anwendung im Rahmen eines individuellen Heilversuchs. Nach unserer Erfahrung ist die Wirkung in diesen Regionen ebenfalls sehr gut. Wir klären Sie vor jeder Behandlung umfassend auf.
Die am häufigsten behandelte Region und die einzige zugelassene Indikation. Drei von hundert Menschen berichten über ein so starkes Schwitzen unter den Achseln, dass ihr Leben deutlich eingeschränkt ist. Vor allem dem Schwitzen unter den Achseln haftet oft ein Stigma von mangelnder Hygiene und Unsicherheit an, gerade bei Betroffenen, die sich im Gegenteil besonders viel Gedanken um Sauberkeit machen. Wenn Aluminiumchlorid-haltige Deos nicht wirken oder nicht vertragen werden, ist die Botox-Behandlung eine sehr gut wirksame Alternative. Pro Achsel werden 50 Einheiten Originalmedikament benötigt, beidseits 100 Einheiten. Die Behandlung dauert etwa 30 Minuten und ist durch eine vorherige Betäubungscreme gut verträglich.
Schwitzige Hände sind besonders im Berufsleben belastend, beim Händeschütteln, beim Schreiben, im Umgang mit Papier oder Werkzeug. Die Injektion in die Handflächen erfolgt mit besonders feinen Nadeln. Wegen der höheren Empfindlichkeit kombinieren wir die Behandlung gerne mit einer örtlichen Betäubung. Nach der Behandlung sollten Sie einige Tage auf Schwimmbad, Sport und Sauna verzichten.
Übermäßiges Schwitzen der Fußsohlen führt oft zu unangenehmem Geruch und Hautirritationen. Die Botox-Behandlung kann diese Beschwerden über mehrere Monate deutlich lindern. Wie bei den Händen sollten Sie nach der Behandlung einige Tage auf Schwimmbad, Sport und Sauna verzichten.
Tropfender Schweiß an der Stirn ist sozial besonders auffällig. Hier setzen wir Botox in niedriger Dosierung präzise oberhalb der Augenbrauen ein, ohne die Mimik zu beeinträchtigen.
Hyperhidrose im Intimbereich kann zu Juckreiz, Entzündungen und erheblichen Beschwerden im Alltag und beim Sport führen. Das Schwitzen tritt nicht nur nachts, sondern auch tagsüber auf. Babypuder und luftige Kleidung können helfen, reichen oft aber nicht aus. Aluminiumchlorid kann die Haut hier stark reizen. Eine Schweißdrüsenabsaugung kommt in dieser empfindlichen Zone wegen des Risikos von Gefäß- und Nervenverletzungen nicht infrage. Nach unserer Erfahrung ist die Wirkung von Botulinum-Toxin im Intimbereich ebenfalls sehr gut.
Im Erstgespräch klären wir Ihre individuelle Situation und führen bei Bedarf einen einfachen Schweißtest (Minor-Test) durch, um das tatsächlich überaktive Areal genau zu bestimmen. Vor der eigentlichen Behandlung tragen wir bei empfindlichen Regionen eine Betäubungscreme auf. Die Injektionen erfolgen mit sehr feinen Nadeln in einem definierten Punkteraster, sodass das Botox gleichmäßig die Schweißdrüsenebene erreicht.
Die Behandlung dauert je nach Region 20 bis 45 Minuten. Auf Sport, Sauna und heiße Bäder sollten Sie am Behandlungstag verzichten. Bei Behandlungen an Händen und Füßen halten Sie diese Einschränkungen über einige Tage ein. Da diese Behandlungen in örtlicher Betäubung erfolgen, sollten Sie am Behandlungstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Die Behandlung der Achseln erfolgt ohne Betäubung, hier gilt diese Einschränkung nicht.
Die Wirkung wird in den ersten ein bis zwei Wochen sichtbar, die maximale Reduktion der Schweißproduktion erreicht nach etwa zwei bis drei Wochen ihren Höhepunkt. Die Wirkung hält in der Regel drei bis acht Monate an, bei manchen Patienten auch deutlich länger.
Hyperhidrose ist eine medizinisch anerkannte Erkrankung, wenn das Schwitzen die Lebensqualität deutlich einschränkt oder zu Hautproblemen führt. Die Behandlung mit Botulinum-Toxin in den Achseln (axilläre Hyperhidrose) ist eine erstattungsfähige Leistung, die von den Kostenträgern (private Krankenversicherung oder Beihilfestelle) grundsätzlich übernommen werden sollte.
Für die typische beidseitige Achselbehandlung mit 100 Einheiten Originalmedikament fallen ab 650 Euro an. Bei Behandlungen an Händen, Füßen, Stirn oder im Intimbereich richten sich Menge und Kosten nach Fläche und Befund und werden individuell in der Behandlungsplanung festgelegt.
Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab und setzen bei aufwendigen Behandlungen teilweise erhöhte Steigerungssätze ein. Aus diesem Grund kann es zu einer Teilerstattung kommen, den Differenzbetrag tragen Sie als Selbstzahleranteil. Die Behandlung des Intimbereichs ist ein Off-Label-Heilversuch, hier ist eine Erstattung weniger wahrscheinlich. Wir besprechen die voraussichtlichen Kosten und den Erstattungsrahmen vor jedem Eingriff offen mit Ihnen.
Die Wirkung dauert in der Regel drei bis acht Monate. Bei einigen Patienten hält sie auch deutlich länger an. Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden.
Die Injektionen werden mit sehr feinen Nadeln durchgeführt. An den Achseln ist die Behandlung gut verträglich. An Händen, Füßen und im Intimbereich kombinieren wir die Behandlung mit einer Betäubungscreme oder einer örtlichen Betäubung.
Nein, das sogenannte kompensatorische Schwitzen tritt bei der Botox-Behandlung nicht auf, weil das Botox nur lokal die Schweißdrüsen blockiert und keine Nervenbahnen durchtrennt.
Direkt nach den Injektionen können Sie wieder Ihrem Alltag nachgehen. Auf Sport, Sauna und heiße Bäder sollten Sie am Behandlungstag verzichten. Bei Behandlungen an Händen und Füßen halten Sie diese Einschränkungen einige Tage ein. Da diese Behandlungen in örtlicher Betäubung erfolgen, sollten Sie am Behandlungstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Bei der Achselbehandlung ohne Betäubung gilt diese Einschränkung nicht.
Die Reduktion der Schweißproduktion beginnt nach ein bis zwei Wochen und erreicht nach etwa zwei bis drei Wochen ihren Höhepunkt.
Bei axillärer Hyperhidrose (Achseln) ist die Behandlung eine medizinisch notwendige Leistung, die von den Kostenträgern (private Krankenversicherung oder Beihilfestelle) grundsätzlich übernommen werden sollte. Wir rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab und setzen bei aufwendigen Behandlungen teilweise erhöhte Steigerungssätze ein. Aus diesem Grund kann es zu einer Teilerstattung kommen. Die Behandlung des Intimbereichs ist ein Off-Label-Heilversuch, hier ist eine Erstattung weniger wahrscheinlich. Wir besprechen das vor der Behandlung offen mit Ihnen.