Narben

Dr. med. Kasten Hautmedizin GmbH
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Narben

Narbe nach einer Schilddrüsenoperation
Hypertrophe Wulstnarbe nach einer Schilddrüsen OP

Narben können die Betroffenen emotional stark belasten. Narben können manchmal eine kleine kosmetische Beeinträchtigung darstellen, nicht selten sind sie jedoch entstellend und beeinträchtigen die sozialen Kontakte.

Narben können auch selbst Probleme verursachen. Zu diesen Symptomen zählen: Juckreiz, Schmerzhaftigkeit, Berührungsempfindlichkeit und die Einschränkungen von Bewegungen.

In ausgeprägten Fällen können Narben durch sogar Schlafstörungen und Depressionen verursachen.

Die Narbenbildung nach einer Verletzung oder Operation gehört zu der natürlichen Wundheilung.

Das Erscheinungsbild einer Narbe und die passende Behandlung hängen von mehreren Faktoren ab, wie die Tiefe und Größe sowie Stelle der Wunde. Von Bedeutung sind auch das Alter, das Geschlecht und die genetische Veranlagung des Patienten.

Man unterscheidet mehrere Narbentypen

Narben können nicht nur kosmetisch stören, sondern auch jucken, schmerzen oder sogar die Bewegungen einschränken.

Man unterscheidet zwischen eingesunkenen (atrophen), auseinander gewichenen Narben und den verdickten Narbenwucherungen, wie hypertrophen Narben und Keloiden.

Diese Narben entstehen aus unterschiedlichen Ursachen und treten meist auch an unterschiedlichen Stellen auf.

Eingesunkene Narben

Breite, dehiszente Narbe
© Dr. Robert Kasten
Wenn die Narbe die Hautspannung nicht ausgleichen kann, entsteht eine breite Narbe.

Diese Narben entstehen nach Verletzungen, Operationen oder nach Entzündungen, wie zum Beispiel im Verlauf einer Akneerkrankung. Aber auch die sogenannten Dehnungs- oder Wachstumsstreifen zählen zu den eingesunkenen Narben.

Breite Narben zeigen sich, wenn die Narbe die Spannung der ursprünglichen Haut nicht ausgleichen kann. Das Narbengewebe wird durch die Dehnung auseinander gezogen.

Diese Form von Narben findet sich oft am Rücken und im Bereich der Brüste.

Die eingesunkenen Narben können sich punkt- oder strichförmig oder großflächig zeigen. Zu Beginn sind diese Narben oft gerötet.

Meist blassen sie im Laufe von ein bis zwei Jahren ab und fallen dann weniger auf. Es können aber auch dauerhaft erweiterte Blutgefäße sichtbar bleiben.

Die eingesunkenen Narben können nicht selten auch eine bläuliche Farbe aufweisen. Dies entsteht dadurch, daß das Blut in der Narbe nur langsam fließt. Dadurch wird dem Blut viel Sauerstoff entzogen und es wirkt bläulich.

Aknenarben

Aknenarben
© Dr. Robert Kasten
Narben nach Akneentzündungen

Aknenarben behandeln & entfernen

Eine schwere Akne kann eine sehr vernarbte Haut verursachen. Betroffen von Aknenarben sind häufig junge Erwachsene, die massiv unter dem vernarbten Hautbild leiden.

Eine Narbenkorrektur ist nicht nur aus ästhetischen Gründen sinnvoll. Bei Aknenarben handelt es sich um zerstörtes Gewebe. Durch Entzündungen oder Verletzungen ist es gewuchert, verhärtet oder eingesunken. Narbige Haut ist in ihren Funktionen eingeschränkt und verursacht Spannungsgefühle und Schmerzen. Vernarbte Haut kann nicht mehr richtig schwitzen. Das Empfinden, wie auch die Pigmentbildung, sind gestört.

Hinzu kommt die seelische Belastung durch die als entstellend empfundenen Akne-Narben. Heutzutage existieren eine Reihe unterschiedlicher innovativer Methoden, um eine vernarbte Aknehaut zu therapieren und das Aussehen zu verbessern. Wichtig ist es, sich hier an einen sehr guten Spezialisten − wie in der Praxis von Dr. Kasten − zu wenden. Ärzte mit viel Erfahrung in der ästhetischen Medizin sind in der Lage, die genau passende Therapieform zu entwickeln. Denn Aknenarbe ist nicht gleich Aknenarbe. Je nach Art und Ausprägung sind unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten angezeigt.

Die verschiedenen Formen der Aknenarben

Bei Vernarbungen durch Akne handelt es sich häufig um eingesunkenes, verhärtetes Gewebe, sogenannte atrophe Narben. Die Aknevernarbungen weisen unterschiedliche Ausprägungen auf.

Stichartige tiefe Einsenkungen können die Folge einer schweren Akne sein. Diese Krater ziehen sich bis in das Unterhautgewebe. Auch pockenartige runde bis ovale und eher flache Narben sieht man häufig. Man bezeichnet sie als Boxcar-Aknenarben.
Besonders schwerwiegend sind die sogenannten Rolling Scars. Bei diesen sind Bindegewebsstränge bis in die untersten Hautschichten verwachsen. Dadurch wirkt die Haut an der Oberfläche wie gewellt. Diese Form der Narben ist besonders unangenehm und man muss Geduld für die Therapie mitbringen. Aber egal welche Formen der Aknenarben man besitzt: mit den innovativen Methoden ist in jedem Fall eine große Verbesserung des Hautbildes und des Wohlbefindens zu erreichen.

Aknenarben entfernen: Die Behandlungsmethoden

Je nach Art therapiert man Aknenarben auf unterschiedliche Weise. Möglich sind:

  • Laserbehandlungen (CO2 oder Er:YAG Laser)
  • Abschleifen der vernarbten Haut (Dermabrasion oder Microdermabrasion)
  • Microneedling mit Roller oder Pen
  • Chirurgische Narbenkorrektur (Subzision, Stanzexzision und Stanzelevation, Exzision)
  • Kältebehandlung: Vereisung der Narben durch Kyrotherapie
  • Chemische Peelings: Säurebehandlung mit chemischen und Fruchtsäuren
  • Unterspritzung mit Dermafillern wie Hyaluron oder Kollagen

Laserbehandlung bei (Akne-)Narben

Laser setzt man vor allem bei hypertrophen und atrophischen Aknenarben ein. Gerade der Einsatz von fraktionierten Lasern verspricht sehr gute Erfolge bei ausgeprägter Vernarbung. In der Regel sind mehrere Behandlungen nötig. Mehr zur Therapie mit dem fraktionierten CO2-Laser erfahren Sie auch hier im Artikel: „MIT DEM FRAKTIONIERTEN CO2 LASER ZU SCHÖNER HAUT“.

Microneedling

Eine weitere innovative Methode Aknenarben zu mindern und das Hautbild stark zu verbessern, ist das Microneedling. Die feinen Nadeln erzeugen winzige „Hautdefekte“ in Form kleiner Stiche. Um sie bildet die Haut neues Kollagen und frische elastische Fasern. Auch hier gilt: die Haut wird optimiert und wirkt gleichzeitig straffer, jünger und glatter. Weitere Informationen zum Microneedling finden Sie >>HIER.

Chirurgische Narbenkorrektur

Schwere und spannende Aknenarben bedürfen oftmals einer chirurgischen Behandlung. Dabei unterscheidet man unterschiedliche Vorgehensweisen.

Subzision

Für wurmstichige und wellenartige Narben ist die Unterschneidung der verkürzten Gewebsstränge eine Lösung. Durch die Einschnitte glätten sich die gewellten und verkürzten Areale. Oft reichen ein bis zwei Behandlungen aus. Nach der Behandlung wird das geschnittene Gewebe mit einem Klammerpflaster verschlossen und gekühlt.

Das Verfahren ist recht unkompliziert, da es kaum Ausfallszeiten gibt. Sport kann man bereits nach einer Woche wieder treiben und auch ansonsten sind die Nebenwirkungen gering.

Stanzexzision

Wie der Name schon sagt, werden hier (zylinderförmig) wenige Millimeter kleine Hautstücke ausgestanzt. Die Methode ist sehr erfolgversprechend zur Behandlung einzelner tiefer Kraternarben, sogenannter „Ice-Pick“ Male.

Stanzelevation

Bei der Stanzelevation werden die gestanzten Areale angehoben und die Wundränder geklammert oder fein vernäht. Auf diese Weise sind abgesunkene Aknenarben sehr gut behandelbar.

Exzision

Große, stark vernarbte Akne-Areale werden bei der Exzision komplett herausgeschnitten und die Wundränder fein vernäht. Hier bleiben feine Narben an den Wundrändern zurück. Diese sind aber erheblich unauffälliger und angenehmer als die eigentlichen Narben. Auch eine Transplantation von eigener Haut aus anderen Körperteilen ist bei großen Arealen möglich.

Chemische Peelings

Peelings mit Glycolsäure, Trichloressigsäure, Phenol oder Fruchtsäuren schaffen bei flacheren, nicht zu ausgeprägten Aknenarben Abhilfe. Die Haut schuppt und schält sich kontrolliert ab. Im nachfolgenden Regenerationsprozess der Haut bilden sich neue Hautzellen und elastische Fasern.

Unterspritzung von Narbengewebe

Gerade eingesunkene Narben lassen sich mittels Unterspritzung ausgleichen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Falten- und Anti-Aging-Behandlung. Hyaluronsäure, Kollagen, Polymilchsäure oder Eigenfett werden zu Narbenauffüllung eingesetzt.

Die Behandlung mit Fillern eignet sich nur für nicht verhärtete und noch dehnbare Aknenarben.

Da Kollagen Allergien hervorrufen kann, wird heutzutage meist mit Hyaluronpräparaten unterspritzt. Hyaluron baut sich allmählich wieder ab, weshalb nach einigen Monaten nachgearbeitet werden muss. Aufwändiger, aber haltbarer, ist eine Unterspritzung mit Eigenfett. Die Kosten hierfür liegen aber deutlich höher.

Früher eingesetzte Permanentfiller sind nicht zu empfehlen. Diese können Allergien und auch noch nach Monaten schwer entfernbare Knoten und Verwachsungen verursachen.

Was kostet die Entfernung der Aknenarben?

So unterschiedlich wie Aknenarben sein können, so vielfältig sind die Therapien, wie dieser Artikel zeigt. Je nach Art der Behandlungsmethode und Ausprägung der Narben, sind eine oder mehrere Sitzungen notwendig.

In der Regel kostet eine Therapie einige hundert bis auch zu mehreren tausend Euro. Aber gerade die etwas kostspieligeren Behandlungen, wie mit dem fraktionierten CO2-Laser, bringen meist ein dauerhaftes und häufig sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Bei einer Beratung in der Praxis von Dr. Kasten werden Ihnen mögliche Methoden aufgezeigt und die Therapie genau mit Ihnen besprochen. So können Sie sich bald auf eine glattere schöne Haut freuen, die sich wieder weich und lebendig anfühlt.

Hypertrophe Narben und Keloide

Hypertrophe Narbe
© Dr. med. Robert Kasten
Bei einer Hypertrophen Narbe bleibt die Narbe auf die Fläche der Verletzung beschränkt.
Keloid Narbe
© Dr. Robert Kasten
Eine Keloidnarbe wuchert über die ursprüngliche Verletzung hinaus. Hier über ein Ohrläppchen-Piercing.
Keloid Narbenwucherung
© Dr. Robert Kasten 
Im Decollete treten Keloide besonders häufig auf.

Hypertrophe Narben

Hierunter versteht man erhabene, rötliche Narben, die auf das Ausmaß der Verletzung beschränkt bleiben

Keloidnarben

Diese Narben entstehen spontan oder nach einer Verletzung bzw. Operation. Sie sind rötlich und erhaben aber sie wuchern im Gegensatz zu hypertrophen Narben über die verletzte Fläche hinaus.

Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe treten diese Narben häufiger auf. Im Beispielbild sieht man eine Keloidnarbe nach einer Schilddrüsenoperation.

In Keloiden und hypertrophen Narben findet sich zuviel Kollagen. Dies resultiert aus einer zu starken Neubildung und aus einem zu geringem Abbau von Kollagen.

Allen Hypothesen zur Entstehung von hypertrophen Narben und Keloiden mit gemeinsam, dass eine Entzündung eine wichtige Rolle spielt.

Dies kann auf einer genetischen Neigung zu Entzündungen beruhen. Andere Untersuchungen haben erhöhte Eosinophile und Basophile gefunden. Hierbei handelt es sich um besonderer Untergruppen der weißen Blutkörperchen.

Auch erhöhte CRP Spiegel (Entzündungswert) und zu niedriges Vitamin D wurde bei Patienten mit einer überschießenden Narbenbildung nachgewiesen.

Die Stelle der Wunde spielt häufig eine Rolle bei der Bildung einer überschießenden Narbe. Zonen, an denen eine starke Wundspannung besteht, wie zum Beispiel an der vorderen Brust an den Schultern und am oberen Rücken sind häufiger betroffen.

Weitere Gründe für Keloide und hypertrophe Narbe finden sich in einer Wundinfektionen oder einer Schnittrichtungen in der Haut, die nicht den Hautspannungslinien folgt.

Während der Pubertät und während der Schwangerschaft wachsen Kleide oft stärker, während sie sich in der Menopause zurückbilden können.

Beide Narbentypen stellen sich als rötlich erhabene, derbe Wucherungen der Haut dar.

Hypertrophe Narben bleiben auf die ursprüngliche Verletzung beschränkt. Sie jucken häufig oder schmerzen sogar manchmal. Am stärksten sind circa zwei Wochen bis zwei Monate nach der Verletzung aktiv. Im Allgemeinen werden sehr spontan heller und flacher.

Keloide wuchern über die Verletzung hinaus und bleiben rötlich, jucken und schmerzen sogar. Dieser Zustand hält über viele Monate oder Jahre an.

Oft haben die Patienten bereits selbst weitere Keloide oder wissen von Verwandten, die er unter der selben Erkrankung leiden.

Was soll man bei Narben beachten?

  • Wunden müssen fachgerecht versorgt werden.
  • Wunden sollten nicht mit Wasserstoffperoxid gereinigt werden.
  • Auch Vitamin E kann örtlich aufgetragen die Wundheilung verschlechtern.
  • Wunden, aus denen sich Narben entwickeln, sind oft gerötet und Jucken aufgrund einer Histaminfreisetzung aus Mastzellen.

Ein Dermatologe sollte frühzeitig für eine Untersuchung und Behandlung aufgesucht werden. Je früher behandelt wird, desto besser sind oft die Ergebnisse.

Häufig hilft eine sanfte Massage bei mehreren Wochen alten Narben. Dadurch werden verdichtete Kollagenstränge aufgebrochen. Bitte sprechen Sie jedoch vorher unbedingt mit Ihrem Dermatologen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es gegen Narben?

IPL (Intense pulse light), Neodym-YAG Laser

Um die Rötungen zu reduzieren, kann eine wiederholte Behandlung mit Lasern erfolgen. IPL und der NdYAG Laser haben sich bei dieser Anwendung bewährt.

Diese Lichtanwendungen verkleinern erweiterte Äderigen und reduzieren die Rötungsneigung der Narben.

Sie verringern aber auch ein Eiweiß, das in Narben erhöht ist, den Tumor transforming growth factor beta (TGF Beta).

Wirksamkeit: Fast immer sind mehrere Behandlungen zum Erreichen des Behandlungsziels erforderlich.

Sicherheit: Eine vorübergehende Rötung und gegebenenfalls auch eine Empfindlichkeit können häufig auftreten. Krusten oder eine Verschlechterung der behandelten Narbe zählen zu den seltenen Nebenwirkungen.

Subzision

Subzision
© Dr. med. Robert Kasten
Unterschneidung einer eingesunkenen Narbe

Bei diesem Verfahren werden eingesunkene Narben mit einer speziellen Nadel oder einem Draht von ihrer Anheftung in der Tiefe gelöst. Anschliessend kann ein Füllmaterial, wie z. B. Hyalurongel, zur Aufpolsterung eingebracht werden.

Wirksamkeit: Bei eingezogenen Narben, vor allem bei Aknenarben kann diese Methode einen guten Erfolg zeigen. Es sind immer mehrere Behandlungen erforderlich.

Als Faustregel kann man sagen, daß pro Behandlung eine Besserung von 10-15% erzielt werden kann. Je nach verwendetem Füllmaterial und dem natürlichen, individuellen Abbau des Hyalurongel hält auch der Erfolg der Auffüllung an.

Oft bis 6-9 Monate. Wenn man die Auffüllung wiederholt, verlängern sich die Ergebnisse meist.

Sicherheit: Der Operateur muss sich gut mit der Anatomie des Gesichts und v. a. der Hautschichten mit den darin verlaufenden Blutgefäßen und Nerven auskennen.

Dr. med. Robert Kasten erfüllt diese Voraussetzungen. Ziemlich häufig treten Blutergüsse auf. Schwere Komplikationen sind selten.

Fraktioniert abtragende Laserbehandlung mit dem CO2 Laser

Fraktionierter CO2 Laser
© Dr. Robert Kasten
Das Ziel dieser Behandlung liegt darin, die Regeneration der Haut wieder anzustoßen. Die Haut wird punktförmig abgetragen erneuert sich.

Das Ziel dieser Behandlung liegt darin, die Regeneration der Haut wieder anzustoßen. Die Haut wird nur punktförmig abgetragen, so dass sich die Haut schneller regenerieren kann.

Denn um die mikroskopischen Wunden um den Laser bleibt unbehandelte Haut bestehen, die die Wundheilung beschleunigt.

Wirksamkeit: Meist sind mehrere Sitzungen, zum Beispiel vier bis acht Behandlungen im Abstand von 4 Wochen.

Eine komplette Abtragung der Haut mit dem CO2 Laser ist zwar effektiver, hat aber deutlich mehr Nebenwirkungen und eine verlängerte Abheilungszeit. Sie wird heute kaum noch durchgeführt.

Sicherheit: Bei allen Patienten treten Krusten und Verschorfungen über 1-2 Wochen auf.

Rötungen können vier bis acht Wochen auftreten. Narben oder über viele Monate anhaltende Rötungen sind selten.

Vor allem bei dunkleren Hauttypen kann es zu einer verstärkten oder abgeschwächten Pigmentierung kommen.

Mikroneedling

Mikroneedling
© Dr. Robert Kasten
Beim Mikroneedling wird die Hauterneuerung angeregt. Über kleine Poren können Wirkstoffe eingeschleust werden.

Das Mikroneedling führt ebenfalls zu einer Aktivierung der Kollagen-bildenden Fibroblasten. Ihr Arzt fährt mit einem Pen oder mit einem Roller über die Narbe.

Dadurch entstehen kleine Wunde, die die Selbstheilungskräfte der Haut aktivieren. Es wird Kollagen gebildet und die Narbe wird remodelliert.

Wirksamkeit: Um ein gutes Ergebnis zu erreichen sind mehrere Sitzungen im Abstand von ca. 4 Wochen erforderlich. Der Effekt ist geringer als mit dem fraktionierten CO2 Laser.

Sicherheit: Eine Rötung tritt immer auf. Je tiefer das Mikroneedling in die Haut erfolgt, desto eher hat man mit einer Krustenbildung zu rechnen.

Bei dunkleren Hauttypen kann es zu einer vorübergehenden Pigmentverschiebung kommen.

TCE (Trichloresigsäure) Peeling

TCE wird in hoher Konzentration bis zu 100% als sehr starkes punktuelles Peeling bei eingesunkenen Narben eingesetzt. Das Verfahren ist als CROSS bekannt.

Die Abkürzung bedeutet Chemical Reconstruction Of Skin Scars. Durch die Behandlung entsteht ein Remodelling in der Haut.

Darunter versteht man eine neue Anordnung der Kollagenfasern und eine Aktivierung der Kollagen-bildenden Fibroblasten.

Wirksamkeit: Der positive Effekt des intensiven TCE-Peels wurde in mehreren Untersuchungen nachgewiesen. Um einen deutlichen Effekt zu erreichen, sind mehrere Behandlungen erforderlich

Sicherheit: Direkt nach der Behandlung kommt zu es zu einer Weißverfärbung des behandelten Areals, dem sogenannten „Frosting“.

Nach zwei bis drei Stunden geht das Frosting in eine Rötung über, nach ein bis zwei Tagen treten Krusten auf, die meist innerhalb einer Woche abheilen.

Weitere Behandlungen von Narben

Kryochirurgie und Injektion von Kortikoid

Diese Behandlungen zielen auf hypertrophe Narben und Keloide ab. Die Narben werden mit flüssigem Stickstoff vereist (-196 °C). Anschließend wird eine Kortikoid-haltlige Kristallsuspension in die Narben injiziert. Beide Verfahren wirken zusammen, um die Aktivität der Narben-bildenden Zellen (Fibroblasten) zu verringern.

Es sind mehrere Behandlungen erforderlich, um eine gutes Ergebnis zu erzielen.

Chirurgische Narbenrevisionen

Manche Narben werden besser chirurgisch behandelt, zum Beispiel, wenn sich zuviel Spannung auf einer Narbe befindet oder die Narbe nicht in den Hautspannungslinien liegt. Dann kann eine zum Beispiel eine sogenannte Z-Plastik Besserung bringen.

Auch diese chirurgischen Behandlungen können in Ihrer Dr. Kasten Hautmedizin erfolgen.