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Superfiziell spreitendes MelanomMelanom erkennen und behandeln

Autor: Dr. med. Robert Kasten

Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Allgemeine Informationen über das Melanom

  • Bei einem Melanom entstehen Krebszellen aus speziellen Hautzellen, den Melanozyten. Diese 
  • Zellen sind für die Pigmentierung (Färbung) der Haut verantwortlich. Ein Melanom kann an jeder Hautstelle auftreten.
  • Risikofaktoren stellen u.a. UV-Licht, auffällige Pigmentmale und die eigene Veranlagung dar.
  • Kennzeichen eines Melanoms können Veränderungen von Pigmentmalen oder ein neues Auftreten einer Pigmentierung sein Mit einer hautärztlichen Untersuchung kann ein Melanom entdeckt werden.
  • Mehrere Faktoren beeinflussen die Heilungsaussichten und die Behandlungsmöglichkeiten.

Melanozyten finden sich im unteren Anteil der Epidermis (der oberen Hautschicht). Sie produzieren Melanin, das Pigment, das der Haut ihre natürliche Farbe gibt. Wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist, stellen es die Melanozyten mehr Pigment her, so dass die Haut dunkler oder gebräunt erscheint.

Die Haut ist das größte Organ des Körpers. Sie schützt unseren Körper vor Sonne, Hitze, Verletzungen und Infektionen. Die Haut besteht hauptsächlich aus zwei Schichten. Die äußere Schicht nennt man Epidermis, die innere Schicht wird als Dermis bezeichnet.Melanom der Haut

Wenn sich ein Melanom in der Haut entwickelt, wird es als kutanes Melanom bezeichnet. Ein Melanom, das im Auge entsteht wird als intraoculares Melanom bezeichnet. Ein Melanom kann an jeder Hautstelle, aber auch an den Finger- oder Zehennägeln auftreten.

Bei Frauen in tritt ein Melanom am häufigsten an den Unterschenkeln auf, bei Männern ist der Rücken am häufigsten betroffen. Man vermutet, dass dies mit der unterschiedlichen UV-Belastung der Geschlechter zusammenhängt. Nämlich mit dem Tragen von Röcken bei Frauen und dem Aufenthalt in der Sonne mit einem freien Oberkörper bei Männern.

Eine wichtige Rolle bei der Melanomentstehung spielt eine kurzzeitige, intensive UV-Strahlung auf eine unvorbereitete Haut, wie z.B. bei Kurzurlauben in südlichen Ländern. Mit einer Vorbräunung im Solarium lässt das Risiko jedoch nicht reduzieren.
Melanome treten gehäuft zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Sie können jedoch in jedem Lebensalter, auch in der Jugend und Kindheit, entstehen. Risikofaktoren stellen UV-Licht, auffällige Pigmentmale und die Veranlagung dar.
Alles, was das Risiko erhöht, eine Erkrankung zu bekommen, wird Risikofaktor genannt. Zu den Risikofaktoren für ein Melanom zählen:

  • Auffällige Pigmentmale Natürliche UV-Belastung (Sonnenlicht)
  • Künstliche UV-Belastung (Solarium)
  • Eine Melanomerkrankung in der eigenen oder familiären Krankengeschichte
  • Ein heller Hauttyp und Sommersprossen
  • Rotes oder blondes Haar
  • Blaue Augen

Kennzeichen eines Melanoms können Veränderungen von Pigmentmalen oder ein neues Auftreten einer Pigmentierung sein Diese Veränderungen können durch ein Melanom verursacht werden.

Wenden Sie sich an einen Hautarzt, wenn Sie eines oder mehrerer dieser Zeichen bemerken:Melanom Bild

  • Ein Pigmentmal, das die sich bezüglich Größe Form oder Farbe verändert,
  • eine unregelmäßige Begrenzung aufweist,
  • mehr als zwei Farben hat,
  • asymmetrisch ist (ungleiche Teile hat),
  • blutet, nässt oder sich geschwürig verändert.
  • Eine Veränderung in pigmentierter Haut Satelliten-Pigmentmale (neue Pigmentmale, die neben einem vorbestehenden Pigmentmal wachsen)

Mit einer hautärztlichen Untersuchung kann ein Melanom entdeckt werden.

Wenn ein Pigmentmal oder ein pigmentiertes Hautareal auffällig aussieht, kann der Hautarzt mit folgenden Untersuchungen ein Melanom entdecken und diagnostizieren:

Dermatoskopie:

Der Hautarzt untersucht mit einem speziellen Instrument (Dermatoskop) anhand von bestimmten Kriterien auffällige (abnormale) Pigmentmale oder Hautveränderungen.

Computer-assistierte Videodermatoskopie:

Bei diesem Verfahren werden auffällige Pigmentmale zusätzlich mikroskopisch aufgezeichnet und können am Bildschirm analysiert werden. Manche Systeme verfügen über ein integriertes Expertenprogramm, das eine zusätzliche Beurteilung das Pigmentmals abgibt. Ein weiterer Vorteil dieser Methode besteht in der Vergleichbarkeit von Pigmentmalen auf mikroskopischer Ebene, wenn die Untersuchung z.B. nach einem Jahr wiederholt wird. Veränderungen können so auf mikroskopischer Ebene festgehalten und entdeckt werden.

Biopsie:

Bei einer Exzision wird soviel Gewebe wie möglich chirurgisch entfernt und anschließend feingeweblich untersucht. Weil ein Melanom feingeweblich manchmal schwierig zu diagnostizieren sein kann, sollte die Untersuchung in einem spezialisierten Labor erfolgen.

Welche Faktoren beeinflussen die Heilungsaussichten und die Behandlungsmöglichkeiten?

  • Die Heilungsaussichten (Prognose) und die Behandlungsmöglichkeiten hängen von folgenden Faktoren ab:
  • Das Stadium des Melanoms (ist das Melanom auf die Haut beschränkt oder hat es sich in Lymphknoten oder andere Organe abgesiedelt?)
  • Die Dicke des Melanoms sowie sein Entstehungsort Blutungen oder Geschwürsbildung des Melanoms
  • Die allgemeine Verfassung des Patienten.
  • Obwohl die meisten Patienten erfolgreich behandelt werden, kann ein Melanom wiederkehren (rezidivieren)

Behandlung des MelanomsRotes Melanom

Melanom Stadium 0
Bei einem Melanom im Stadium null ist eine Exzision ausreichend, die im gesunden ausgeführt wurde. Das bedeutet, dass bei der feingeweblichen Untersuchung keine Melanomzellen an die Absetzungsränder heranreichen. Derzeit werden Melanome im Stadium null (in situ) mit einem Sicherheitsabstand von 0,5 cm chirurgisch entfernt.

Melanom Stadium I
im Stadium I können folgende Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden: chirurgische Entfernung des Tumors mit einem Sicherheitsabstand chirurgische Entfernung des Tumors mit einem Sicherheitsabstand und einer Schildwächter-Lymphknotenbiopsie im Rahmen einer klinischen Studie. Werden Krebszellen in dem Schildwächterlymphknoten gefunden, werden meist alle Lymphknoten in der Umgebung operativ entfernt. Eine adjuvante biologische Therapie mit Interferon.

Melanom Stadium II
im Stadium II können folgende Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden: zusätzlich Teilnahme an klinischen Studien mit adjuvanten biologischen oder immuntherapeutischen Substanzen.

Melanom Stadium III
Im Stadium III können folgende Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden: wie bei Stadium I zusätzlich operative Entfernung der betroffenen Lymphknoten und Teilnahme an klinischen Studien mit adjuvanten biologischen, immuntherapeutischen und chemotherapeutischen Substanzen.

Melanom Stadium IV
im Stadium IV können folgende Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden: wie bei Stadium I zusätzlich operative Entfernung der betroffenen Lymphknoten oder Organteile. Strahlentherapie zur symptomatischen Behandlung und um die Lebensqualität zu verbessern Teilnahme an klinischen Studien mit adjuvanten biologischen, immuntherapeutischen und chemotherapeutischen Substanzen.