Was sind Hornzipfel, wie kann man sie entfernen?

Dr. med. Kasten Hautmedizin GmbH
Elly-Beinhorn-Straße 2, 55129 Mainz
06131 - 9727920, info@haut-mz.de
Dermatologische Privatpraxis +49 6131 9197103
Hornzipfel entfernen
Als Hornzipfel bezeichnet man kleine Pickel oder Hautstückchen an der Eichel des Penis. Mit Radiowellen kann man Hornzipfel entfernen.

Sie möchten gerne wissen, wie eine Hornzipfelentfernung abläuft?

Ich beantworte Ihnen die 14 häufigsten Fragen in meiner kleinen Email Serie.
Zudem zeige ich Ihnen Bilder, wie die Hornzipfel vor und nach der OP aussehen.
Tragen Sie sich jetzt einfach mit Ihrer E-Mail Adresse hier ein. Wir achten selbstverständlich auf den Datenschutz und schicken Ihnen keine Werbung.
Ihr Dr. med. Robert Kasten

Fakten zur Hornzipfelentfernung

Behandlungsdauer: ca. 30 Minuten

Betäubung: betäubende Creme, Lokalanästhesie

Gesellschaftsfähig: sofort

Abheilungszeit: 2-3 Wochen

Nachsorge: 2-3 Mal täglich die rezeptierte Creme auftragen

2 Wochen kein Geschlechtsverkehr, danach 2 Wochen mit Kondom

Verzicht auf Sauna, Sport und Schwimmen für 3-4 Tage

Kosten: ab 790 EUR

Rufen Sie einfach an für eine Terminvereinbarung: 06131 9727920

Oder schreiben Sie uns: info@haut-mz.de

Jeder, dessen Sexualleben durch die Hornzipfel stark beeinträchtigt wird und der realistische Erwartungen an das Ergebnis hat. Die Behandlung der Hornzipfel löst nicht alle Probleme und gibt auch nicht pauschal mehr Selbstvertrauen. Die meisten der behandelten Patienten haben aber nach der Behandlung ein befreiteres Sexualleben, weil sie sich weniger schämen.

Hornzipfel (Hirsuties papillaris penis)

Autor: Dr. med. Robert Kasten

Hornzipfel“ oder auch „Hornzipfelchen“ sind Bezeichnungen für Hirsuties papillaris penis, oder Hirsuties papillaris coronae glandis. Im Englischen werden sie Pearly Penile Papules oder PPP genannt.

Umgangsgssprachlich werden Hornzipfelchen oft folgendermassen beschrieben: Viele kleine Pickel in der Kranzfurche am Eichelrand des Penis, die ein bisschen wie Warzen aussehen. Kleine Hautstücken an der Eichel oder als kleine Punkte an der Eichel, welche Hautfarben oder weiss sind.

Was sind Hornzipfel?

Dr. med. Robert Kasten: Bei Hornzipfeln handelt sich um kleine erhabene Knötchen (Hautstückchen) am Rand der Peniseichel und am Penisschaft.

Sie entstehen meist während der Pubertät. Hornzipfel finden sich in stärkerer Ausprägung bei vielen Säugetieren und dienen als Haftorganellen beim Geschlechtsverkehr.

Sie sind nicht ansteckend und harmlos. Sie werden aber häufig mit Feigwarzen oder Genitalherpes verwechselt. Männer, die Hornzipfel haben, fühlen nicht selten Scham. Sie haben manchmal bescheuerte Kommentare gehört oder fürchten, daß andere die Hornzipfel eklig finden.

Wie sehen Hornzipfel genau aus?

Hornzipfel entfernen
© Dr. med. Robert Kasten 
Hornzipfel treten in mehreren Reihen am Rand der Eichel auf.
Hornzipfel entfernen
© Dr. med. Robert Kasten 
Hornzipfel zeigen sich auch am Vorhautbändchen (Frenulum).

Dr. med. Robert Kasten: Die Hornzipfel können in weißlicher, hautfarbener oder rötlicher Färbung vorkommen und sind reihenartig am Penis angeordnet. Diese reihenartigen Papillen (bis zu drei Reihen) können am Eichelrand bis hin zum Vorhautbändchen vorkommen.

Hornzipfel nennt man kleine Hornpunkte oder warzenartiger Bildungen am Eichelkranz, am Rande der Eichel, an der Stelle, wo die Eichel in den Penisschaft übergeht.

Hornzipfel können bei Männern verschieden stark ausgeprägt sein. Hornzipfel können kleine, kaum wahrnehmbare Pünktchen sein, manchmal sind sie aber auch deutlich größer.

Was denken Männer ihre Hornzipfel?

Dr. med. Robert Kasten: In den vielen Jahren, in denen ich Männer mit Hornzipfeln beraten und behandelt habe, waren dies häufige Aussagen:

Mein Sexleben ist ruiniert oder ich habe keins.

Ich habe Angst vor intimen Beziehungen.

Ich habe Angst, dass Frauen meinen, ich hätte eine sexuell übertragbare Krankheit und total angewidert sind.

Ich habe alles versucht, um diese Dinge loszuwerden und nichts funktioniert.

Ich schäme mich so. Ich möchte mit niemandem darüber sprechen, nicht einmal mit meinen Eltern oder meinem Arzt.

Ich habe kein Selbstvertrauen. Ich fühle mich nicht wie ein echter Mann.

Ich bin Jungfrau, weil ich Angst vor der Reaktion einer Frau habe

Sind Hornzipfel eine Krankheit?

Dr.med. Robert Kasten: Bei Hornzipfel handelt es sich nicht um Warzen oder eine Geschlechtskrankheit. Hornzipfel treten auch nicht aufgrund einer mangelnden Hygiene auf.

Hornzipfel am Penis sind nicht ansteckend aber manchmal vererbbar. Hornzipfel sind nicht mit Condylomen, Feigwarzen oder HPV-Viren-Erkrankungen zu verwechseln. Eine genaue Diagnose muss der Hautarzt (Facharzt für Dermatologie) stellen.

Viele unserer Patienten berichten, dass sie sich durch die Hornzipfel in ihrem Sexualleben beeinträchtigt fühlen.

Manche haben zum Beispiel abwertende Kommentare von ihrer Partnerin erfahren oder möchten einer neuen Partnerin nicht erklären, worum es sich bei den Hirsuties papillare penis handelt.

Hornzipfel stellen dann eine Krnakheit dar, wenn das Sexleben durch die Hautmale eingeschränkt ist und Scham und Angst sexuelle Kontakte behindern oder sogar verhindern.

Manche denken, daß die Hornzipfel aufgrund mangelnder Hygiene oder Reinigung auftreten. Das ist nicht richtig. Man kann Hornzipfel auch nicht loswerden, wenn man den Genitalbereich besonders intensiv reinigt.

Sind Hornzipfel häufig?

Dr. med. Robert Kasten: Hornzipfel treten viel häufiger auf, als man denkt. Sie finden sich in unterschiedlich starker Ausprägung bei ca. jedem 3. Mann .

Manchmal sind sind sie sehr klein und fallen nicht auf. Nicht selten sind sie jedoch stark sichtbar und bis zu mehrere Millimeter groß. Sie können stark verhornen und weisen dann Zipfelmützen-artige Verhornungen auf. Davon haben sie auch ihren Namen.

Wie kann man Hornzipfel behandeln?

© Dr. med. Robert Kasten
Hornzipfel entfernen mit sanften Radiowellen. Die Hornzipfel werden sorgfältig einzeln abgetragen.

Dr. med. Kasten: Wir haben seit vielen Jahren Erfahrung mit der Abtragung von Hornzipfeln. Die Hornzipfel werden bei uns sanft in örtlicher Betäubung mit schonenden Radiowellen abgetragen.

Im Vergleich zu einem CO2-Laser dringen die Radiowellen weniger tief in die Haut ein und reduzieren die Möglichkeit für Narben. Die Hornzipfel werden einzeln und punktuell abgetragen.

Dadurch verbleibt gesunde Haut zwischen den Abtragungsstellen und die Wundheilung wird verbessert. Viele Patienten haben diese Therapie erfolgreich bei uns durchführen lassen.

Was muß man nach der Abtragung der Hornzipfel beachten?

Dr. med. Robert Kasten: Nach der Behandlung sollten Sie noch etwa eine halbe Stunde bei uns in der Praxis bleiben. Auch wenn die Behandlung in örtlicher Betäubung erfolgt, dürfen Sie nach der Behandlung für zwei Stunden nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Wasserlassen können Sie direkt nach der Behandlung. Duschen ist am nächsten Tag möglich, es darf auch Wasser über die Abtragungsstellen laufen. Nach dem Duschen sollten Sie die kleinen Wunden mit einem sauberen Handtuch sanft trocken tupfen und dann die rezeptierte Wundcreme auftragen.

Die Wundcreme sollte 2-3 Mal täglich aufgetragen werden.

Damit keine Infektion an den Abtragungsstellen entsteht sollten Sie zwei Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichten und danach zwei Wochen Kondome verwenden.

Sport ist meist nach zwei bis drei Tagen nach der Hornzipfel-Entfernung möglich.

Wie nennt man Hornzipfelchen noch?

Dr. med. Kasten: Weitere bekannte Synonyme für Hornzipfel sind Papillae coronae glandis oder Papillomata coronae glandis. Pearly Penile Papules, Papillomata Coronae Glandis, Papillomatosis penis, hirsutoide Penispapillome.

Quellen

Papule, Pearly Penile - StatPearls - NCBI Bookshelf

Talel Badri; Michael L. Ramsey

Diagnosis and Management of Pearly Penile Papules

Adam S. Aldahan, BS,1 Tara K. Brah, MD,1 and Keyvan Nouri, MD1

Am J Mens Health. 2018 May; 12(3): 624–627.

Differential diagnosis of pearly penile papules and penile condyloma acuminatum by dermoscopy.

Watanabe T., Yoshida Y., Yamamoto O. (2010).

European Journal of Dermatology, 20, 414-415.

Pearly penile papules: A common cause of concern.

Sonnex C., Dockerty W. G. (1999).

International Journal of STD & AIDS, 10, 726-727.