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Basaliomentfernung mikrographisch kontrollierte Chirurgie (Mohs)

Basalzellkarzinom

01.02.2015| Dr. med. Robert Kasten

Basaliome, die auch Basalzellkarzinome genannt werden, zählen zu den hellen Hautkrebsarten. Sie wachsen örtlich und zerstören das Gewebe in ihrer Umgebung. Deshalb sollten sie komplett entfernt werden. Die sicherste Methode, um Basaliome zu entfernen, stellt nach wie vor die Operation dar. Bei einer operativen Entfernung eines Basalzellkarzinoms kann mit einer mikroskopischen Untersuchung festgestellt werden, ob das Basaliom komplett exzidiert wurde.

Was versteht man unter "Mohs`Surgery" oder mikrographisch kontrollierter Chirurgie?

Das Verfahren, bei dem untersucht wird, ob das Basaliom zu den Seiten und zur Tiefe vollständig entfernt wurde, nennt man "mikrographisch kontrollierte Chirurgie". In den USA ist die Technik als "Mohs´ Surgery" bekannt, nach dem Chirurgen Frederic Mohs, der zu den Erfindern der Methode zählt. Gerade bei Basaliomen im Gesicht hat sich die mikrographisch kontrollierte Chirurgie als besonders sichere dermatochirurgische Behandlungsmethode durchgesetzt.

Wie läuft die mikrographisch kontrollierte Chirurgie ab?

Das Basaliom ist an der linken Seite nicht vollständig entfernt, da es dort einen asymmetrischen Ausläufer aufweist.

Die mikrographisch kontrollierte Operation läuft mehrzeitig ab. Das bedeutet, daß die Entnahme des Basalioms zu einem Zeitpunkt erfolgt und die Wunde erst zu einem späteren Termin verschlossen wird, wenn durch eine feingewebliche Untersuchung nachgewiesen wurde, daß das Basaliom vollständig entfernt wurde. Manchmal müssen mehrere Nachschnitte erfolgen um eine Tumorfreiheit nachzuweisen. Die Operationen können fast immer in örtlicher Betäubung erfolgen. Das betroffene Hautareal wird vom Hautchirurgen während der Entnahme markiert. Dadurch wird sichergestellt, daß genau zugeordnet werden kann, wenn das Basaliom an einer oder mehreren Stellen an den Rand heranreicht, also "randbildend" ist.  Bei der mikrographisch kontrollierten Chirurgie wird der Wunddefekt typischerweise erst verschlossen, wenn das Basaliom komplett entfernt wurde. Der Fachbegriff für eine vollständige Exzision eines Basalioms lautet: "Exzision in toto" oder "Resektionsränder frei".

Welche unterschiedlichen Verfahren gibt es?

Vor der feingeweblichen ("histologischen") Untersuchung durch den Pathologen muß das entnommene Hautareal durch eine sogenannte Fixierung vorbereitet werden. Dies erfolgt durch Einfrieren oder durch eine Schnelleinbettung in Paraffin. Anschließend wird das Präparat gefärbt und unter dem Mikroskop vom Pathologen untersucht. Mit der Gefrierschnittmethode können Präparate innerhalb von wenigen Stunden hergestellt werden. Die Schnelleinbettung in Paraffin dauert über Nacht, führt aber zu Präparaten mit einer höheren Qualität. In unserer Praxis erfolgt deshalb die mikrographisch kontrollierte Exzision mit Paraffinpräparaten. Wenn das Exzidat vormittags entnommen wurde, liegt das Ergebnis des Pathologen  im Allgemeinen am nächsten Mittag oder Nachmittag vor. Wenn das Basalzellkarzinom vollständig entfernt wurde, kann die Wunde mit einer Lappenplastik oder einer Hautverpflanzung verschlossen werden. In unserer Praxis in Mainz haben bereits viele Patienten gute Erfahrungen mit der mikrographisch kontrollierten Chirurgie gemacht.