
| Fakten | |
|---|---|
| Wer ist betroffen | Männer sind häufiger betroffen, mit zunehmenden Alter häufiger |
| Krankheitszeichen | derber Knoten, manchmal schmerzhaft, blutend, oft Schuppung und Krusten in der Umgebung |
| Ursachen | Vererbung, heller Hauttyp, höheres Lebensalter, Immunsuppression |
| Behandlung | Operative Entfernung
Laser-assistierte photodynamische Therapie für ausgewählte flache Tumore |
Terminvereinbarung
Untersuchung und Beratung, Behandlungsplanung, ggf. Probenentnahme
Behandlung
Kontrolluntersuchung
Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen
Das Spinaliom wird auch Plattenepithelkarzinom der Haut genannt. Es zeigt sich als derber, oft krustiger Knoten vor allem an Stellen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Spinaliome können sich absiedeln (metastasieren). Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für einen aggressiven Verlauf:
Die derben Knoten entstehen oft aus aktinischen Keratosen. Spinaliome können schnell wachsen und schmerzen und bluten.
Plattenepithelkarzinome der Haut werden durch UV-Licht verursacht. Sie entstehen oft aus aktinischen Keratosen. Krankheitsfördernd wirken eine Schwächung des Immunsystems, die Einnahme bestimmter Medikamente wie beispielsweise Hydrochlorothiazid zur Entwässerung oder bekannte Karzinogene wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Arsen.
Das Plattenepithelkarzinom der Haut wird durch die klinische Untersuchung mit einem Dermatoskop diagnostiziert. Zur weiteren Diagnostik kann eine Biopsie erfolgen oder der Tumor komplett entfernt werden. Biopsie und Entfernung können in örtlicher Betäubung erfolgen.
Wenn Sie bemerken, dass sich ein Knoten auf ihrer Haut entwickelt, der möglicherweise schnell wächst, sollten Sie kurzfristig einen Termin beim Dermatologen vereinbaren.
Es gibt keine Hausmittel, mit denen Sie selbst ein Spinaliom heilen können.
Sie müssen unbedingt kurzfristig eine dermatologische Beratung und Behandlung in Anspruch nehmen.
Auch wenn die Schädigungen, die zu einem Spinaliom führen, oft Jahrzehnte zurück liegen, sollten Sie vernünftig mit der Sonne umgehen und kein Solarium besuchen. Dadurch können Sie weitere Schädigungen der Hautzellen verringern.
Ein textiler Lichtschutz mit Kleidung und einer Kopfbedeckung sind ebenso wichtig wie Lichtschutzcremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor von 50.
Eine gesunde Ernährung mit zahlreichen Antioxidanzien wirkt positiv. Auf Rauchen sollten Sie verzichten.
Die Standardbehandlung bei einem Spinaliom stellt die komplette chirurgische Entfernung dar. Die Schnittränder werden anschliessend feingeweblich untersucht, um festzustellen, ob der Tumor komplett entfernt wurde.
In Ihrer Dr. Kasten Hautmedizin werden Spinaliome regelmäßig chirurgisch entfernt. Wir legen dabei besonderen Wert auf funktionserhaltende und ästhetische Operationsergebnisse.
Das Spinaliom, medizinisch als Plattenepithelkarzinom der Haut bezeichnet, gehört zum sogenannten hellen Hautkrebs. Es entsteht aus den hornbildenden Zellen der Oberhaut, den Keratinozyten, und ist nach dem Basaliom die zweithäufigste Form des Hautkrebses in Deutschland. Im Gegensatz zum Basaliom kann das Spinaliom in fortgeschrittenen Stadien Tochtergeschwulste bilden, also in Lymphknoten oder innere Organe streuen. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung entscheidend.
Besonders gefährdet sind Menschen mit hellem Hauttyp, langer oder beruflicher UV-Exposition sowie Patienten unter Immunsuppression, etwa nach einer Organtransplantation. Auch bestimmte Medikamente wie Hydrochlorothiazid können das Risiko erhöhen.
Spinaliome entwickeln sich bevorzugt an Stellen, die dauerhaft der Sonne ausgesetzt sind: am Gesicht, an den Ohren, auf der Unterlippe, auf den Handrücken und dem Kopf. Typische Zeichen sind eine raue, fest haftende, schuppende oder verkrustete Stelle, die nicht von allein abheilt. Häufig handelt es sich um einen rötlichen, derben Knoten, der bei Berührung leicht blutet oder gelegentlich schmerzt.
Nicht selten geht dem Spinaliom eine aktinische Keratose voraus. Diese Krebsvorstufe zeigt sich als trockene, rötliche und schuppende Stelle auf lichtgeschädigter Haut. Wer solche Veränderungen bei sich bemerkt, sollte zeitnah einen Dermatologen aufsuchen, da eine frühzeitige Behandlung das Risiko eines späteren Spinalioms deutlich senkt.
Nicht jedes Spinaliom verhält sich gleich. Bestimmte Merkmale weisen auf ein erhöhtes Risiko für Rezidive oder Metastasen hin:
Liegen mehrere dieser Faktoren vor, ist eine besonders sorgfältige histologische Aufarbeitung und eine engmaschige Nachsorge unbedingt erforderlich.
Die Standardbehandlung ist die operative Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand. Dabei wird der Tumor vollständig im gesunden Gewebe exzidiert. Im Anschluss untersucht das Labor die Schnittränder unter dem Mikroskop, um sicherzustellen, dass kein Tumorgewebe zurückgeblieben ist.
Für Spinaliome im Gesichtsbereich, an den Ohren oder an funktionell wichtigen Stellen kommt die mikrographisch kontrollierte Chirurgie zum Einsatz. Dabei werden die Schnittränder lückenlos in allen drei Dimensionen überprüft. Das Verfahren ermöglicht eine maximale Sicherheit bei gleichzeitig minimaler Entnahme von gesundem Gewebe, was besonders im Gesicht wichtig ist.
Nach der Tumorentfernung folgt der Defektverschluss. Je nach Größe und Lage des entfernten Gewebes kommen Verschiebe-, Rotations- oder Schwenklappen zum Einsatz, die funktionelle und ästhetische Gesichtseinheiten erhalten. In manchen Fällen ist auch ein Hauttransplantat die beste Wahl.
Nach der Behandlung sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen unerlässlich. In den ersten zwei Jahren nach der Operation werden die Abstände individuell festgelegt, üblicherweise alle drei bis sechs Monate. So können Rückfälle oder neue Tumoren frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Patienten mit einem erhöhten Risikoprofil, etwa nach einem Hochrisiko-Spinaliom oder bei Immunsuppression, benötigen eine besonders engmaschige Betreuung. Darüber hinaus ist ein dauerhafter Lichtschutz ein wesentlicher Bestandteil der Nachsorge, um neue Tumoren zu vermeiden.
Der wichtigste Schutzfaktor ist ein konsequenter Sonnenschutz. Dazu gehören das Meiden intensiver Mittagssonne, das Tragen von Schutzkleidung und Kopfbedeckung sowie die regelmäßige Anwendung von Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50. Auf den Besuch im Solarium sollte vollständig verzichtet werden.
Gleichzeitig ist die frühzeitige Behandlung von aktinischen Keratosen als Krebsvorstufe ein wirksamer Schritt zur Vorbeugung. Jährliche Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen es, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor ein invasives Spinaliom entsteht.
Das Spinaliom, auch Plattenepithelkarzinom genannt, entsteht aus den hornbildenden Zellen der Haut. Es ist nach dem Basaliom die zweithäufigste Form des hellen Hautkrebses und tritt besonders an chronisch sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Ohren, Lippen und Handrücken auf.
Typisch ist eine raue, fest haftende, schuppende oder verkrustete Stelle, die nicht abheilt und bei Berührung leicht blutet. Häufig entwickelt es sich aus einer aktinischen Keratose. Wenn eine schuppende Stelle wochenlang trotz Pflege bestehen bleibt, sollten Sie sie zeigen.
Ja, im Gegensatz zum Basaliom kann das Spinaliom in fortgeschrittenen Stadien streuen. Das Risiko hängt von Größe, Eindringtiefe und Lage ab, besonders bei Tumoren an Lippe und Ohr ist es höher. Frühzeitige Behandlung minimiert dieses Risiko deutlich.
Mittel der Wahl ist die operative Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsabstand, im Gesicht bevorzugt mittels mikrographisch kontrollierter Chirurgie. Bei nicht operablen Befunden kommen Strahlentherapie oder andere Verfahren in Betracht. Die Wahl treffen wir individuell.
Die feingewebliche Aufarbeitung bestätigt die vollständige Entfernung. Anschließend erfolgt eine engmaschige Nachsorge, in den ersten zwei Jahren meist alle drei bis sechs Monate. So erkennen wir Rezidive und neue Tumoren früh.
Konsequenter UV-Schutz, Vermeidung von Sonnenbränden und die rechtzeitige Behandlung aktinischer Keratosen sind die wichtigsten Bausteine. Wer beruflich viel im Freien arbeitet, hat ein erhöhtes Risiko und sollte regelmäßig zur Vorsorge kommen.