Dr. Kasten- Dermatologie
++Donnerstags Spätsprechstunde bis 19.30 Uhr++

OP

Hautchirurgie

In unserer Praxis erfolgten mehrere tausend Eingriffe in örtlicher Betäubung. Viele dieser Eingriffe haben unseren Patienten einen Krankenhausaufenthalt erspart. Im folgenden möchten wir Ihnen einige der Verfahren vorstellen, die wir in unserer Praxis einsetzen.

Mikrographisch kontrollierte Chirurgie (Mohs surgery)

Bei diesem chirurgischen Verfahren zur Behandlung von Hautkrebs erfolgt eine Ausschneidung des Tumors mit einem geringen Sicherheitsabstand. Das entnommene Gewebe wird markiert und die Ränder werden mikroskopisch sowohl an den Seiten als auch zur Tiefe hin untersucht. Wenn der Tumor an einer Stelle bis an den Absetzungsrand heranreicht, kann aufgrund der Markierung die Stelle bestimmt werden, an der nachgeschnitten werden muss. Manchmal müssen mehrere Nachschneidungen erfolgen, bis die Absetzungsränder des Präparates keine Tumorzellen mehr aufweisen. Weil nur scheibchenweise an den betroffenen Stellen operiert wird, handelt es sich bei der micrografisch kontrollierten Chirurgie um ein Verfahren, das die gesunde Haut weitestgehend schont.
 

Plastische Wiederherstellung

Für den Defektverschluß setzen wir Nah- und Fernlappenplastiken sowie Hautverpflanzungen ein.

Bei einer Nahlappenplastik wird Haut aus der unmittelbaren Wundumgebung zum Wundverschluß verwendet. Diese Haut ähnelt dem entnommenen Hautareal in Textur, Farbe und Dicke am besten, da sie den Umwelteinflüssen in gleichem Maße ausgesetzt war. Zu den Nahlappenplastiken zählen Verschiebeplastiken, Rotationsplastiken, Schwenklappenplastiken, Insellappenplastiken und Z-Plastiken.

Bei einer Fernlappenplastik wird Haut von einer entfernten Lokalisation, aber ähnlicher Beschaffenheit in eine Wunde eingesetzt. Ein Beispiel stellt der gestielte Stirnlappen für ausgedehnte Defekte an der Nase dar. Diese Operation erfolgt in 2 Schritten, da der gefäßtragende Stiel nach der Einheilung des Lappens durchtrennt wird.

Bei einer Hauttransplantation können entweder die komplette Haut (Vollhauttransplantat) oder nur obere Schichten (Spalthauttransplantat) verpflanzt werden. Es ist wichtig, darauf zu achten, daß Haut ähnlicher Beschaffenheit zum Wundverschluß verwendet wird. Für einen Defekt an der Nase ist  z.B. Haut aus einem Gebiet  vor den Ohren gut geeignet. Eine Verplanzung von Haut vom Oberschenkel würde kein kosmetisch befriedigendes Ergebnis bringen. Die Entnahmestelle der verpflanzten Haut kann so gewählt werden, daß die Narbe in natürlichen Falten und Linien versteckt wird.